Swing-a-ling-ding beim Jazzfrühschoppen in Theuern
Premiere in Bestbesetzung

Swing-a-ling-ding beim Jazzfrühschoppen im Kulturschloss Theuern - das bedeutet: Ein ausverkaufter großer Saal, Jazz und Swing bei Sekt und Selters, Weizen und Weißwurst, Bier und Brezen - und einfach eine unschlagbare Mischung für die Freunde des Genres.

Ihren Namen hat die Big Band von einem Arrangement von Komponist Peter Herbolzheimer. In Theuern war sie zum ersten Mal in der wechselvollen Geschichte des Hauses - und "in Bestbesetzung", wie Anton Hausler ankündigte. Der Altsaxofonist führte auch durchs Programm und machte dabei viel Unbekanntes zu Bekanntem.

Bestbesetzung: Das heißt in diesem Fall eine Big Band mit 16 männlichen und zwei weiblichen (Marion Schärtl/Tenorsaxofon und Franziska Barth/Baritonsaxofon) Protagonisten. Die Bandbreite reicht hier vom sehr guten Amateur bis zum Profi, aus der gesamten Oberpfalz, mit den Solisten Juri Smirnov (Querflöte), Andrej Lobanov (Trompete), Joachim Stangl (Trompete), Gerhard Majonek (Bass) und Maxl Kiener (Gitarre), dem Jüngsten in der Band. Alle, einschließlich Frontfrau Andrea Künzl, hören auf das Kommando von Band-Leader Dr. Siegfried Koller.

18 swingende Vollblutmusiker - da ist es nicht immer einfach, in der feinfühligen Akustik des Saales die Lautstärke in Grenzen zu halten. Aber ein leises, von fast allen großen Jazzsängern schon angestimmtes "The Lady is a Tramp", "Simply the Best" von Tina Turner oder "Hot Stuff" von Donna Summer wären der Stimme von Andrea Künzl auch nicht gerecht geworden. "Route 66" von Nat King Cole und "My heart belongs to Daddy" von Cole Porter", unterstützt von Maxl Kiener, sind gute Nummern im reichhaltigen Repertoire der Nabburgerin.

Mit "Caldonia" und röhrendem Saxofon eröffnete Swing-a-ling-ding das Konzert. Prompt folgte die leiseste Nummer, "Walking" - eine Konzentrationsprüfung für die Band. Solist Martin Hinkel glänzte mit seiner Posaune bei "The Spirit ist willing". In Beinen und Händen kribbelte es bei "Sweet Georgia Brown", dem Welthit aus dem Count-Basie-Album Prime Time. Etwas für musikalische Feinschmecker war "Freckle Face", eine ideale Nummer für die zwei Schwandorfer Alex Arnold und Joachim Stangl, die zeigten, wie sie Piano und Trompete beherrschen. Ein Genuss waren "Samba", ein Latin-Stück, die Pop-Ballade "Endless Love" von Diana Ross oder das wunderschöne "Everytime you smile" (mit Andrej Lobanov am Flügelhorn). Nicht jedermanns Sache war dagegen wohl "The Jazz Police": Eine Herausforderung für jede Band, bei der es von der Bühne stürmt.

Bekanntes gab es als Zugabe: "In the Mood", "The Rose", gesungen von Andrea Künzl, oder "Big Spender", der große Hit von Shirley Bassey, machten aus dem Jazzfrühschoppen ein gelungenes Ereignis.
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