Tafelmusik zu Gourmetgenüssen

Wein, Zoigl und ein dreigängiges Menü kamen bei der "Nacht der langen Tafel" auf die festlich gedeckten Tische in der Remise und der Scheune des Taubnschusterhauses. Über 100 Gäste genossen den Verwöhnabend, den der Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Restaurant "Rußweiher" auf die Beine gestellt hatte. Bilder: rn (2)

Christoph Willibald Gluck und die Gebrüder Schrammel ließen grüßen: Ihre Weisen setzten in Remise und Stadel des Taubnschusterhauses Akzente. Dorthin war der Heimatverein mit seiner "Nacht der langen Tafel" umgezogen.

Die Wassergasse machte ihrem Namen wieder alle Ehre: Zum zweiten Mal hatte der Heimatverein zu einem festlichen Abend in ihrem oberen Teil geladen - und erneut musste er wegen regnerischer Witterung umdisponieren. So genossen die mehr als 100 Besucher - die Stadt vertrat zweiter Bürgermeister Karl Lorenz, die Pfarrgemeinde Stadtpfarrer Thomas Jeschner - die wohlige Atmosphäre der Außenanlagen des Taubnschusters.

Das Ambiente von Remise und Scheune weckte, begünstigt durch Dekoration und Beleuchtung, geradezu Erinnerungen an lauschige, weinselige Nächte in Bella Italia. Ein kräftiger Regenguss verleitete nur kurze Zeit zu Vergleichen mit dem Rauschen des Wassers an den Gestaden von Adria und Riviera.

Nach den Willkommensworten von Vorsitzendem Karlheinz Keck eröffnete ein Streicheroktett in festlicher Kleidung - und mit weiß-gelockten Perücken auf Barock "getrimmt" - die "Nacht der langen Tafel". Ebenfalls in Schwarz und Weiß gekleidet präsentierten sich die Servierkräfte des Heimatvereins.

Sie sorgten dafür, dass Wein und der süffige Eschenbacher Zoigl auf die Tische kamen. Die Tafelmusik der Streicher steigerte die Spannung auf das Abendmenü. Als Vorspeise wurden ein sommerlicher Salatteller mit Melonenwürfeln und Speckchips mit Mozzarellaperlen serviert.

Extras für Vegetarier

Nach einer Stunde Musik wie zu Zeiten von Johann Sebastian Bach und Christoph Willibald Gluck Szenenwechsel: Die "Stodtbergsaitn" übernahm das Musikprogramm - und der zweite Gang des festlichen Menüs aus dem Hause Rodler wurde aufgetragen.

Es gab Tafelspitz mit lauwarmer Kräutersoße und Kartoffeln oder - für Vegetarier - Kartoffelgemüseleibchen mit Kräutersoße. Schwungvollen Erinnerungen an die 1950er und 1960er Jahre folgte ein erneuter Wechsel der Musikrichtung: Das Ensemble um Dr. Georg Bayerl nahm sein gut gelauntes Publikum mit auf eine Reise nach Grinzing. Musik von Johann und Josef Schrammel war angesagt: etwa "Heit komman d'Engel auf Urlaub nach Wien" oder "Es wird a Wein sein".

Wunsch nach Wiederholung

Wen wunderte es da, dass sich Weinseligkeit ausbreitete, während draußen bereits der Mond die ersten Leuchtversuche unternahm - und der Nachtisch serviert wurde: eine Joghurt-Mango-Erfrischung mit Kokos-Eis und Früchten. Dem Heimatverein war in Zusammenarbeit mit dem Restaurant "Rußweiher" ein Verwöhnabend gelungen. Und so wurde wiederholt der Wunsch nach einer Neuauflage geäußert.

Auf den langen Tafeln lag die Einladung zu einem weiteren, diesmal rein musikalischen Erlebnis auf: Am Sonntag, 12. Juli, gibt die Big Band Eschenbach vor dem Restaurant "Rußweiher" ihr Sommerkonzert.
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