Talfahrt der Devils hält an

Veit Holzmann (am Boden) muss den Freiburger Tobias Kunz ziehen lassen. Diese Szene aus dem ersten Match, das die Weidener zu Hause mit 2:4 verloren, lässt sich auch auf die Partie am Freitag im Breisgau übertragen. Die Blue Devils zogen beim neuen Tabellenführer EHC Freiburg mit 1:6 den Kürzeren. Bild: Gebert

Wie erwartet haben beide Serien gehalten: Der EHC Freiburg feierte den neunten Sieg in Folge, die Blue Devils kassierten die elfte Niederlage hintereinander. Und damit hängt jetzt die Rote Laterne in Weiden.

Freiburg. (gb) Die Blue Devils haben am Freitagabend ihre Talfahrt fortgesetzt und sind nach der elften Einbuße in Folge ganz unten angekommen. Durch die 1:6 (0:2, 1:3, 0:1)-Niederlage beim neuen Spitzenreiter EHC Freiburg sind die Weidener hinter den punktgleichen EV Füssen auf den letzten Platz in der Oberliga Süd zurückgefallen.

Trainer Josef Hefner, der sich erneut mehr erhofft hatte, ist langsam der Verzweiflung nahe. Seine Mannschaft bemüht sich, gibt in kämpferischer Hinsicht alles, aber es reicht einfach nicht. "Das Ergebnis entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Defensiv haben wir diesmal ordentlich gespielt und trotzdem sechs Tore kassiert. Und vorne haben wir wieder einmal hundertprozentige Chancen nicht genutzt", sagte der enttäuschte EV-Coach.

Mit einer Defensivtaktik wollten die Weidener möglichst lange das 0:0 halten. Sie standen hinten auch recht gut, dennoch gerieten sie früh in Rückstand. Als eine Strafe gegen die Devils angezeigt war, markierte Tobias Kunz das 1:0 für Freiburg (6. Minute). In der Folge spielten die Oberpfälzer gut mit, doch vorne fehlt einfach ein Vollstrecker. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels erhöhte die Mannschaft des ehemaligen Weidener Trainers Leos Sulak auf 2:0. Die Gäste hatten zunächst eine Unterzahlsituation unbeschadet überstanden, doch als sie gerade wieder komplett waren, schlug Tobias Bräuner zu (19.).

In der 23. Minute erhöhte Jannik Herm auf 3:0. Als Marco Pronath (26.) den Anschlusstreffer erzielte, keimte Hoffnung im Weidener Lager auf - doch nur für kurze Zeit. "Wir sind einfach nicht fähig, ein Spiel umzudrehen", sagte Hefner, denn exakt 60 Sekunden später stellte Marc Wittfoth den alten Abstand wieder her (27.). Das 4:1 für Freiburg war übrigens das 100. Gegentor der Blue Devils in dieser Saison. In der 29. Minute legte Chris Billich den fünften Treffer nach.

Nach dem zweiten Drittel war die Entscheidung eigentlich schon gefallen und die Freiburger schalteten im Schlussabschnitt im Gefühl des sicheren Vorsprungs einen Gang zurück. "Doch selbst da schießen wir kein Tor", trauerte Josef Hefner drei, vier hundertprozentigen Möglichkeiten nach. Auf der Gegenseite machte Robert Peleikis drei Minuten vor Schluss den 6:1-Endstand perfekt.

Sonntag gegen Bayreuth

"Die Köpfe der Spieler sind natürlich unten", sagt Josef Hefner, der aber alles versuchen will, um die Mannschaft für das Derby gegen den Tabellendritten EHC Bayreuth wieder aufzurichten. Die Tigers, die am Freitag den TSV Erding mit 6:0 besiegten, gastieren am Sonntag, 7. Dezember, um 18.30 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena.
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