Tanz, Gstanzln, Oldtimer

Pünktlich zu Beginn des Kirwabaumaustanzens verdrängten Sonnenstrahlen die dunklen Wolken. Die "Weißenbrunner Kirwaleit" und ihre Gäste hatten nahezu ideale Bedingungen zum Feiern. Bild: war

Die Premiere unter der Regie der "Kirwaleit" ist gelungen. Auch der Umzug zum Festplatz mit Panoramablick und 400-Mann-Zelt lief perfekt.

Die "Kirwaleit" hatten einen eigenen Verein gegründet und den Stodl als Festort aufgegeben. "Auch das Umpolen auf Samstag plus Sonntag, statt Sonntag und Montag, ist bei Jung und Alt gut angekommen", freut sich Vorsitzender Maximilian Sternkopf. Der Auftakt am Samstagabend mit den "Steinwald-Füchsen", bei regem Barbetrieb lief friedlich ab.

Volles Haus registrierte der Veranstalter beim ökumenischen Gottesdienst. Die Pfarrer Andreas Schlagenhaufer und Martin Valeske warfen die Frage auf: "Wieso Kirchweih ohne Gotteshaus?". Die Antwort lautete: "Kirche ist nicht von Gebäuden abhängig. Sie ist ein Gebilde aus der Gemeinschaft von Menschen."

"Ausverkauf" meldete die Küche beim Mittagstisch. Die Organsiatoren hatten den Ansturm unterschätzt. "Aber daraus lernen wir", meinte Sternkopf und sein Organisationsteam.

Am Sonntagnachmittag, bevor die "Kirwaleit" auf dem Tanzpodium um den Kirchweihbaum eintrafen, pfiff ein kräftiger Wind auf der "Weißenbrunner Höhe". Aber das Wetter blieb trocken, Sonnenstrahlen blinzelten mehr und mehr durch die zuvor graue Wolkendecke. Einige 100 Gäste umlagerten den Platz.

Zunächst zeigten die Youngsters, die "Kirwakids", was sie drauf haben, danach waren die "Kirwaleit" dran. Beide Gruppen ernteten viel Beifall. Für das Einüben und tadellose Umsetzen des Baumaustanzens zeichneten Monika Schedl für die jungen Erwachsenen und Simone Krauß für die Kinder verantwortlich. Mit vier Tanzeinlagen waren die Jüngsten am fleißigsten. Traditionell kürte die Truppe vor Kaffee und Kuchen ihr "Oberkirwapaar": Die Ehre ging an Lena Schieder und Julian Kraus, beide Aktivposten im Vorstand und in Weiherhammer zu Hause.

Ein Spontanbesuch gegen 17 Uhr bot Abwechslung: Mit einem Dutzend Oldtimer-Traktoren tuckerte der "Zapfwellenstammtisch Alts Glump" aus Mantel auf den Parkplatz. "Die Allerscheynst'n" unterhielten die Gäste zum Ausklang von Tisch zu Tisch wandernd mit Gstanzln und Witzen. Am Montag trieben die jungen Leute mit viel Spaß den Kirwabär durch den Ort.

Die "Kirwaleit Weißenbrunn" haben alles getan, um einen nahtlosen Übergang zu erreichen, denn statt im "Stodl" und auf der Freifläche des "Bergbauern-Anwesens" fand die Veranstaltung in Erstauflage in einem Festzelt statt. Bilder: Rudi Walberer
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