Tarifrunde 2015: "Wir für mehr"

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, schilderte detailliert die Grundlagen für die Ermittlung der Forderungen in der kommenden Tarifrunde. Steigende Verbraucherpreise und Produktivität, aber auch eine Beteiligung am Gewinn der Unternehmen müssten angemessen berücksichtigt werden.

Unter dem Motto der Tarifrunde "Wir für mehr" forderte Wechsler klare Regelungen bei der Altersteilzeit für alle Arbeitnehmer durch Sicherung des grundsätzlichen Anspruches und des Entgeltes. Die Regelungen dürften aber nicht dazu führen, dass nur kranke oder unliebsame Arbeitnehmer davon profitierten. Die IG Metall will auch Verbesserungen bei der beruflichen Entwicklung in Verbindung mit Bildungs-Teilzeit.

Der Zeitplan für die Tarifrunde sieht nach erfolglosem Ablauf für 28. Januar 2015, 24 Uhr, das Ende der Friedenspflicht vor. Dann soll laut Wechsler ein "befristetes Streikkonzept" zu schnellen Einigung mit den Arbeitgebern führen. Zweiter Bevollmächtigter Udo Fechtner stellte die aus Umfragen ermittelten Forderungen aus neun Betrieben zur Tarifrunde vor. 4 Prozent Erhöhung sei das Minimum, aber auch 6,5 Prozent plus Einmalzahlung von 150 Euro für drei Monate oder pauschal 250 Euro für alle Beschäftigten seien gefordert worden.

Die Empfehlung des Bezirksvorstandes mit 6 Prozent Erhöhung, einschließlich einer sozialen Komponente mit Einbeziehung von Regelungen für Altersteilzeit und Bildung, wurde bei einer Gegenstimme angenommen. (bey)
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