Taufe mit Rußweiher-Wasser

"Dass sie in Tauffreude aufwachsen und erleben, was Gott uns in der Taufe zugesagt hat": Das wünschte Pfarrerin Anne Utz den beiden Täuflingen, die sie beim Tauferinnerungsgottesdienst in die Gemeinschaft der Gläubigen aufnahm. Das Bild zeigt die Familien von Juliane Marie (rechts) und Jaydenvinzenz James (links)am Altar auf der Seebühne im Rußweiher. Bild: rn

In Gedanken waren sie am Jordan im Nahen Osten, tatsächlich aber an einem Gewässer in der Oberpfalz: Die evangelischen Kirchengemeinden im Kulmgau hatten die Gläubigen zu einem Tauferneuerungsgottesdienst an den Rußweiher eingeladen. Höhepunkt der Feier waren zwei Taufen.

Hinter den Täuflingen standen deutsch-russische, US-amerikanische und philippinische Familiengeschichten. Pfarrerin Anne Utz richtete daher Willkommensworte in Deutsch, Russisch und Englisch an die Gläubigen, die vor der Seebühne Platz genommen hatten. "Die Taufe verbindet uns in Christus, ganz gleich, welche Sprache wir sprechen", verkündete sie im Vorgriff auf ihre Predigt.

Zweite Strophe in Englisch

Der Tageszeit angemessen stimmte Joachim Steppert am Harmonium das Lied "Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang" an. Alle Gesänge, für die Textblätter verteilt waren, enthielten als zweite Strophe stets den englischen Text. In der musikalischen Begleitung des Gottesdienstes wechselte sich Steppert mit dem Posaunenchor Speichersdorf ab. Im Hintergrund rauschte zudem sehr gedämpft die Rußweiher-Fontäne.

Sabine Scherl und Martina Steppert - mit ihnen hatte Pfarrerin Anne Utz den Gottesdienst vorbereitet - trugen Geschichten aus der Apostelgeschichte vor, in denen von Wasser und Taufe die Rede ist. In ihrer Predigt äußerte die Pfarrerin den Wunsch, dass die beiden Täuflinge "in Tauffreude aufwachsen und erleben, was Gott uns in der Taufe zugesagt hat".

Zur Taufzeremonie kamen die beiden Familien der Täuflinge zum Altar auf der Seebühne. An der Osterkerze entzündeten die Paten die Taufkerzen für Juliane Marie Keil aus Eschenbach und Jaydenvinzenz James Gerst aus Netzaberg. Ein kleiner Junge ließ an einer Schnur ein Eimerchen in den See gleiten und schöpfte damit symbolträchtig das Taufwasser.

"Damit alle die neuen Gotteskinder sehen", gingen nach der Taufe die Paten mit ihrem Täufling auf dem Arm einzeln über den Steg zurück an Land. Am Ufer des Rußweihers waren zwei Schalen mit Weihwasser aufgestellt. Zur Erinnerung an die eigene Taufe traten die Besucher des Gottesdienstes in langen Reihen vor und bekreuzigten zur Tauferneuerung ihre Stirn.

Konfessionen vereint

Mit dem Lied "Großer Gott, wir loben dich" ging ein beeindruckender Gottesdienst zu Ende, der evangelische und katholische Gläubige sowie Methodisten vereinte. Mitzelebrant war Pfarrer Dirk Grafe aus Wirbenz. Dank galt abschließend der Firma Card Collection, die für die kalten Steintreppen Stuhlkissen als Auflage gestiftet hatte.
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