Technik kommt aus Österreich

Mit der Inbetriebnahme der Bioheizanlage für Hackschnitzel von Willi Schwab ist das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) in Irchenrieth unabhängig vom Heizöl.

Irchenrieth. (fz) 300 Meter oberhalb des HPZ steht das Heizwerk. Der Betrieb läuft bereits seit einigen Tagen, im Bau ist noch die Lagerhalle für 5000 Kubikmeter Hackschnitzel.

"Es hat noch keine Störung gegeben", freut sich Schwab. Im Heizhaus befänden sich der große Heizkessel und ein Pufferspeicher mit 30 Kubikmetern, erläutern Wolfgang Aichinger und Karl Pinzer von der Firma Fröling. Das Unternehmen aus Grieskirchen in Österreich lieferte die gesamte Anlage, die dann von der Firma Heizungsbau Hirmer in Trebsau installiert wurde.

300 Meter lange Leitung

Laut Aichinger und Pinzer erfolgt die Beschickung mit Hackschnitzel hydraulisch. So könnten auch größere Hackschnitzel verwendet werden. Die Anlage produziere 850 Kilowatt in der Stunde (Kw/h) und könne je nach Bedarf hoch und niedrig fahren. Bei unter 100 Kw/h schalte sie automatisch ab, weil die Verbrennung nicht mehr gut sei.

Baubeginn war im Mai, berichtete Planer Hans Stiegler. Mit einer 300 Meter langen Leitung sei die Anlage mit dem HPZ verbunden. Schwab liefert ausschließlich an die Einrichtung. HPZ-Geschäftsführer Helmut Dörfler und Sieglinde Diermeier freuten sich, dass das HPZ nun ganz weg vom Öl sei und die Hauptmasse an Energie von der Hackschnitzelanlage beziehe.

Idealer Standort

Vorrangig betreibt das HPZ zwei kleine Blockheizkraftwerke mit 48 Kw/h. Dann kommt die Wärme von der Hackschnitzelanlage, und in Spitzenzeiten hat man noch einen Gaskessel. "Der läuft aber nur an, wenn es unbedingt sein muss."

Bürgermeister Josef Hammer freute sich, dass Irchenrieth damit einen weiteren Betrieb habe. Der Standort über einen Kilometer vom Ort entfernt sei ideal, weil es zu keinerlei Belastungen durch Staub oder Lärm komme. Die Anlieferung der Hackschnitzel sei zudem problemlos über die Kreisstraße nach Kaimling möglich. Das Wichtigste für Hammer sei jedoch, dass die Wertschöpfung in der Region bleibe.
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