Teilen will gelernt sein

Hoch zu Ross führte Jonas, das älteste Vorschulkind, auf einem Pony der Familie Fröch als heiliger Martin den Laternenzug an. Dieser führte über den Stadt- auf den Kirchplatz zur Martinsfeier. Bild: rn

"Kommt, wir woll'n Laterne leuchten, alle sind bereit." Eine große Schar erwartungsfroher Kinder reihte sich am Dienstag in den Martinszug ein. Voll Freude trugen sie ihre Laternen, die ihnen den Weg zum Kirchplatz zeigen sollten.

Seit Wochen hatten sich die Kleinen des Kindergartens mit ihren Erzieherinnen auf die Gestaltung des Martinstags vorbereitet. Bei angenehmen Spätherbst-Temperaturen setzte sich nach Einbruch der Dunkelheit vor dem ehemaligen Vermessungsamt ein langer Zug in Bewegung. Mit dabei waren auch zahlreiche Eltern und Großeltern.

Angeführt wurde der Martinszug von einem Pony der Familie Fröch. Mit einem Mantel gekleidet, saß auf ihm Jonas, das älteste der Vorschulkinder, als Heiliger.

Spontaner "Bravo"-Ruf

Das Geschehen am Kirchplatz leiteten Kinder und Erzieherinnen mit dem Lied "Licht der Liebe, Lebenslicht, Licht, das uns froh macht" ein. Stadtpfarrer Thomas Jeschner stellte den heiligen Martin als Vorbild vor. Elvira Brand, die Leiterin der Kindertagesstätte, kündigte Marina und Katrin an, die "zeigen werden, was damals mit dem heiligen Martin und dem Bettler geschehen ist".

Während der Darstellung der Legende sangen die Mädchen und Buben: "Er teilt mit dem Mantel das Schwert, und die Laterne leuchtet immer mehr." Nach dem Ende der Szene erscholl aus den Reihen der Kleinen spontan der Ruf: "Bravo!".

Lichtertanz der Vorschüler

In einer kurzen Predigt verglich Pfarrer Thomas Jeschner den Samariter und den Räuberüberfall aus dem Lukas-Evangelium mit der Martinslegende und rief die Kinder dazu auf, auch ihre Martinsgänse mit jemandem zu teilen. "Teilen kann man nicht früh genug lernen", betonte er.

Vor den Fürbitten zeigten die Vorschulkinder einen Lichtertanz. Nach der Segnung der Martinsgänse wandte sich der Geistliche nochmals an die Kleinen und bescheinigte ihnen: "Ihr wart heuer sehr, sehr brav und habt sehr schön mitgesungen."

Beim gemeinsamen Lied vom Kuchenduft, der in der Luft liegt, zogen bereits andere Düfte über den Kirchplatz: Der Elternbeirat hatte Kinderpunsch, Glühwein und Wiener vorbereitet, die regen Zuspruch fanden.
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