Teilhabe aller an Gemeinschaft

Es gibt viele Beispiele, wie Inklusion funktionieren kann. Besonders gut klappt dies bei den Sportfreunden Kondrau und den Konnersreuther Schützen. Dafür gab es Geldpreise.

Den Inklusionspreis der Stiftung Lebenshilfe Landkreis Tirschenreuth erhielten Sportfreunde Kondrau. Gewürdigt wurde das vorbildliche Engagement im Bereich Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung. Der Preis war mit 1000 Euro dotiert. Einen Anerkennungspreis für die Einzelinklusion bekam die Schützengesellschaft "Concordia" Konnersreuth. Der Lohn 200 Euro in bar. Die Ehrung fand auf dem Sportgelände in Kondrau statt.

Lebenshilfe-Vorsitzender Karl Haberkorn freute sich bei der Begrüßung, dass die Stiftung der Lebenshilfe den Preis heuer zum dritten Mal verleihen kann. Ziel der Inklusion sei die Teilhabe aller Menschen an der Gemeinschaft. "Wir wollen das Bewusstsein der Menschen für Menschen mit Behinderung stärken".

Ludwig Spreitzer, Vorsitzender der Jury, die den Preis verlieh, nahm die Laudatio auf die beiden Preisträger vor. Dabei erinnerte er an die letztjährige Mini-Weltmeisterschaft, die die Sportfreunde Kondrau austrugen. Dabei bildeten Mannschaftsmitglieder aller Altersgruppen eine Mannschaft mit Schülern des Förderzentrums geistige Behinderung Mitterteich und Kindern aus der tschechischen Partnerschule in Plesna (Tschechien). Spreitzer bescheinigte dem Sporttag damals ein "I-Day", einen echt praktizierten Integrationstag. "Dies war echte Inklusion, das wirkliche gleichberechtigte Miteinander Nichtbehinderter und Behinderter". Heuer komme noch das gemeinsame Training von der Spielern der Sportfreunde und Jugendlichen des Förderzentrums zum offiziellen Erwerb DFB&Mc Donald-Fußballabzeichen dazu.

Stellvertretender SF-Vorsitzender Matthias Schnurrer erhielt die Urkunde und den Siegespreis in Höhe von 2000 Euro ausgehändigt. Einen Anerkennungspreis gab es für die Schützengesellschaft "Concordia" Konnersreuth. Herausgehoben wurde die bewusste, gezielte und erfolgreiche Einbindung des behinderten Schützen Matthias Plonner in den Sport- und Vereinsbetrieb. Spreitzer erinnerte an den beispielhaften Aufwand des Vereins zur Unterstützung des Rollstuhlfahrers. "Auch dies ist ein echtes Beispiel gelebter Inklusion!"

Netzwerk Lebenshilfe

Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte Roland Grillmeier. Er sprach von einem Netzwerk Lebenshilfe, das mittlerweile entstanden sei. Jede Preisverleihung nannte er einen wichtigen Beitrag zur Inklusion. Grillmeier betonte. "Wichtig sind die kleinen Schritte bei der Verwirklichung der Inklusion". Bezüglich der Inklusion zeigte sich Grillmeier überzeugt, dass der Landkreis vorbildlich aufgestellt ist.

Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer wünschte sich, dass Inklusion zur Normalität wird. "Stärken und Schwächen sollen sich ergänzen". Für die Sportfreunde Kondrau dankte Vorstandsmitglied Judith Müller für die Auszeichnung und zitierte den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, "es ist normal verschieden zu sein". "Dieser Preis macht uns stolz und ist uns Ansporn für die Zukunft", dankte Frau Müller.

Für die Konnersreuther Schützengesellschaft dankte Vorsitzender Martin Dietz für die Auszeichnung. "Wir sind gerne ein Beispiel für gelungene Inklusion im kleinen Preis. Wir machen so weiter!"
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