Teublitz.
Reaktionen BUND: "Glücksfall für Teublitz"

Als "ausgesprochenen Glücksfall für die Stadt Teublitz" begrüßt Professor Hubert Weiger als Vorsitzender des Bund Naturschutz (BN) den Verzicht des Edeka-Konzerns auf den Bau einer gigantischen Getränkeabfüllanlage. In einer Pressemitteilung verweist Weiger vor allem auf die großen Waldflächen an der Autobahn, die gerodet, versiegelt und überbaut worden wären.

"Zudem wollten die Stadt Teublitz und umliegende Gemeinden dem Edeka-Konzern für mindestens 30 Jahre die Förderung von 500 000 Kubikmeter Tiefenwasser ermöglichen, obwohl dies mit unkalkulierbaren Risiken für die Grundwasserversorgung weit über Teublitz hinaus verbunden gewesen wäre", teilt der BN mit. Dieser "fragwürdige Wasserdeal" hätte nach Ansicht des Bund Naturschutz eklatant gegen klar formulierte Schutzbestimmungen des Bayerischen Landesentwicklungsprogrammes und der Bayerischen Verfassung verstoßen.

Mit diesem Rückzieher habe der Konzern nicht nur einen großen Imageschaden von sich abgewendet, sondern auch unter Beweis gestellt, dass er die Einsprüche vieler vor Ort betroffener Bürger ernst nehme, so Richard Mergner, der Landesbeauftragte des BN. Mit diesem Aus für Abfüllanlage und Tiefenwasserentnahme sei keineswegs eine große Chance für Teublitz vertan worden, betont auch Kreisvorsitzender Klaus Pöhler.

Der BN appelliere deshalb an die Stadt Teublitz, diese vordergründige "Niederlage" als Chance für eine nachhaltige Entwicklung der ganzen Gemeinde zu nutzen und alle Planungen für dieses Gewerbegebiet umgehend einzustellen.
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