Teuere Geräte

In Bayern wurden insgesamt 69 000 Wildschweine geschossen. Uns bereiten sie keine Sorgen.

Ein "normales" Jahr war es für die Gmünder Jagdgenossenschaft. Weniger gute Nachrichten teilte Herbert Dobmann den Waldbesitzern wegen der Seilwinde und dem Spalter mit.

"Der Maschinenpark ist mein größtes Problem", bekannte Vorsteher Herbert Dobmann. "Die Spritze ist bereits 20 Jahre alt und muss heuer zum TÜV." Für den Spalter mussten im vergangenen Jahr 1700 Euro in die Reparatur investiert werden. 2013 fielen 400 Euro für ein neues Seil für die Seilwinde an. Deshalb gebe es für die Benutzer von Seilwinde und Spalter eine Einweisung. Dobmann forderte zu einem sorgfältigen Umgang mit den Geräten auf.

50 Obstbäume gepflanzt

Probleme mit Bibern gebe es noch, auch wenn diese Tiere anscheinend weniger geworden sind. "In Bayern wurden insgesamt 69 000 Wildschweine geschossen. Uns bereiten sie keine Sorgen", betonte der Redner. Der Jagdpachtverlängerung bis ins Jahr 2025 stehe nichts im Wege, auch eine Streuobstwiese mit 50 Obstbäumen sei angelegt worden. "Wir haben die Hegeringversammlung in Pressath, die Trophäenschau in Speinshart sowie die Rotwild-Trophäenschau auf Gut Heringnohe und die Hubertusfeier in Speinshart besucht", zählte Dobmann auf.

Über das Verbissgutachten sagte der Jagdvorsteher: "Ein forstliches Gutachten über die Waldverjüngung wird erstellt und ein Rehabschuss festgelegt." Dies seien wie bisher 45. Bei dem Mischgebiet sei der Verbiss minimal. Beim Hirschabschuss liege die Anzahl bei acht.

Jagdplan auf Diskette

Das Jagdkataster wurde vor sechs Jahren aktualisiert und läuft Ende 2015 aus. Um es auf den neuesten Stand zu bringen, soll eventuell das Vermessungsamt damit beauftragt werden. Die Kosten liegen bei etwa 250 Euro. Der Jagdplan ist mit 1:3000 zu groß und soll auf einer Diskette dargestellt werden.

Bei der Jagdpachtverlängerung stimmten alle 22 Jagdpächter (221,25 Hektar) zu. Beim Jagdpachtschilling gab es 18 Mal die Zustimmung und viermal ein "Nein". "Der Jagdpachtschilling in Höhe von fünf Euro wird am Samstag, 12. April, von 10 bis 12 Uhr im Gasthaus Arnold ausbezahlt", gab Dobmann bekannt. Der Jagdvorsteher bedankte sich bei den Genossen sowie bei Hans Forster. Dieser informierte über den Rehwildabschuss, der erfüllt worden sei. Außerdem gehörten sechs Stück Rotwild zur Strecke.

"Jagd, Naturschutz und Landwirtschaft sind ein Dreiklang, der klappen muss. Jäger sind eigentlich auch Naturschützer. Auch die Streuobstwiese ist gut für den Naturschutz. Sie sorgt für Artenvielfalt. Dort könnte eventuell eine Hecke angelegt werden", erklärte Bürgermeister Edgar Knobloch.

Zu Beginn der Versammlung ließen sich die Mitglieder in der Floriansstube im Haus der Vereine das Jagdessen schmecken, das der Jagdpächter Hans Forster spendiert hatte.
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