Teuerer Brandschutz

Für das neue Wasserwerk - unser Bild entstand bei einer Besichtigung durch den Bauausschuss - gingen Nachtragsangebote ein. Sie betreffen den Brandschutz und unvorhergesehene Entsorgungskosten. Archivbild: Völkl

Das alte Wasserwerk hatte so manche Leiche im Keller: Mit Beton ausgegossene Asbestrohre und manch weiterer "Schatz" mussten entsorgt werden. Das kostet natürlich zusätzlich.

Wernberg-Köblitz. (cv) Der Bauausschuss hatte in seiner Sitzung einige Nachtragsangebote zur Wasserwerk-Baustelle auf dem Tisch. Im Zuge der Abbrucharbeiten der Firma Althammer müssen zusätzliche nicht bekannte und nicht ausgeschriebene Leistungen bezahlt werden - eben die Entsorgung von besagten Asbestrohren und Isoliermaterial. Das vorgelegte Nachtragsangebot über 8067 Euro wurde durch das Ingenieurbüro Petter geprüft und vom Ausschuss genehmigt.

Tiefer in die Tasche greifen muss der Markt bei den Metallbauarbeiten. Nach der brandschutztechnischen Prüfung haben sich Änderungen bei den Tür- und Fensterelementen ergeben. Die Firma Korsche hat dem Markt eine Preisvereinbarung von 21 844 Euro vorgelegt. Im Gegenzug entfallen teilweise beauftragte Leistungen in Höhe von 2751 Euro. Rund 19 000 Euro sind für den Brandschutz zusätzlich hinzublättern.

Der Bauausschuss hatte zwar wenig Verständnis für die gemachten Vorgaben, es blieb ihm jedoch nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen. Marktrat Josef Appl interessierte, ob man sich mit der Gesamtmaßnahme Wasserwerk angesichts der anfallenden Nachträge noch im Kostenrahmen befinde. Laut Bauamtsleiter Stefan Ott liegen die geplanten Kosten bei 3,85 Millionen Euro. Er schätzt, dass man insgesamt um 150 000 Euro, rund drei Prozent, darüber liegen wird.

Jährliche Routine ist es, den Auftrag zur Rissesanierung an den Straßen im Gemeindegebiet zu vergeben. Das günstigste Angebot legte die Firma Meiller aus Saltendorf zu einem Preis von brutto 8389 Euro vor. Die Arbeiten sollen diesmal früher und "nicht erst im Oktober" ausgeführt werden.

Marktrat Helmut Ries sprach die chaotische Verkehrssituation beim Erdbeerfeld an der Kreisstraße in Dameldorf an. Hier hat es auch schon einen Unfall gegeben. Laut Verwaltung besteht die Möglichkeit, in diesem Zeitraum beim Landkreis ein einseitiges Halteverbot zu beantragen.
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