Thansüßer Jagdgenossen und Bürgermeister uneins - Anzeige gegen anonyme Leuchtattacken im Revier
Ärger über versetzte Grenzsteine

Die Jagdgenossenschaft bestätigte für weitere fünf Jahre ihr Führungsteam: Vorsteher Eckhard Neumann, Stellvertreter Kurt Strobel, Schriftführer Helmut Kohl, Kassier Thomas Prölß, Beisitzer Reinhard Meyer und Wilhelm Stark.

Kein höherer Zuschuss

Neumann berichtete über den umfangreichen Wegebau 2014. Für die Instandsetzung von Waldwegen lägen bereits 500 Tonnen Material auf dem Gelände der Firma Gottfried. Der Einbau müsse bis Oktober geschehen. "Damit ist die Wegebaukasse nun erst mal leer", sagte der Vorsteher.

Bürgermeister Norbert Bücherl trat den Ansprüchen der Jagdgenossen entgegen, einen höheren Zuschuss zu leisten. "Es gilt der 2000 gefasste Beschluss des Marktrats mit 40-prozentiger Kostenübernahme und höchstens 1500 Euro pro Genossenschaft." Thansüß könne einen Antrag stellen, aber erst bei Beschlussänderung sei höhere Förderung möglich.

Der Pächter des Bogen eins, Richard Strehl aus Weiden, informierte über 13 erlegte Rehe, je zehn Stück Rotwild und Wildsauen, sechs Füchse, drei Graureiher, einen Dachs und fünf Enten. Der Jäger regte die Anbringung von blauen Strahlern an den Straßenpfosten an. Helmut Witzel aus Kaltenbrunn führte als Pächter des Bogens zwei 17 Rehe, sechs Füchse, fünf Schwarzwild und sechs Enten an.

Bücherl stellte den Fortschritt des interkommunalen Wegebaus heraus. Er bat die Jagdgenossen, sich nicht querzulegen, wie dies die Großschönbrunner getan hätten. Damit würden sinnvolle Straßenbauten verhindert. Bücherl beschwerte sich über den Einbau von Ziegeln auf einem Gemeindeweg. "Das geht nicht ohne Zertifizierung und Meldung an die Gemeinde." Zudem hätten Thansüßer durch Holzabfuhr bei schlechtem Wetter den oberen Bergweg in einen schlimmen Zustand versetzt.

Grundbesitzer müssen ran

"Bei künftiger Missachtung von Grenzsteinen beim Pflügen werde für die Wiederherstellung der Grundstückseigentümer in Haftung genommen, auch wenn der Pächter Übeltäter war", machte der Bürgermeister deutlich.

Vom Pächter eines Nachbarreviers gehe derzeit eine Beeinträchtigung der Jagd aus, hieß es. Nach Ansicht der Bayerischen Staatsforsten verhalte sich der Pächter dort vertragsgemäß. Ärgerlich sei im Revier vielmehr das nächtliche Befahren der Wege und das Ausleuchten der Wiesen. Dies sei nur als Provokation zu verstehen, weil der Jäger auch auf anderen Wegen in sein Revier kommen könne. Der Rathauschef empfahl Anzeige bei der Unteren Jagdbehörde. Ein Einheimischer habe dies bereits getan, weil er sich vom Störenfried bedroht fühlte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Thansüß (147)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.