Theater für Onkel Eduard

Andreas Grillmeier, Markus Härtl und Andreas Riedl (von links) in einer Szene des aktuellen Stücks, das das "Club-Haus"-Theaterensemble spielt. Es gibt für alle Vorstellungen noch Restkarten. Bild: jr

Die Premieren im Stodl - ausverkauft. Die gute Nachricht: Am Samstag und Sonntag gibt es weitere Aufführungen. Für die und die nächsten sind noch Restkarten erhältlich.

Wieder ein voller Erfolg scheinen heuer die Aufführungen des "Club-Haus" Kondrau zu werden. Das Interesse der jetzt noch folgenden Aufführungen ist groß. Die Proben für das gut dreistündige Theaterstück "Lieber einen Mann als gar keinen Ärger" laufen seit Mitte Mai. Regisseur ist Andreas Riedl, ein "alter Hase" in der Theaterszene. Bereits das 16. Stück haben die talentierten Laienspieler des Ensembles einstudiert.

Acht Akteure

Dieses Mal sind 8 Schauspieler mit dabei, die in der Komödie in drei Akten von Regina Rösch ihre besondere Begabung zeigten. Die Handlung ist leicht kurios: Es ist der 24. Juni, ein warmer Sommertag und im Wohnzimmer der Familie Fetzer steht noch immer der Christbaum, an dem sich mit letzter Kraft einige Nadeln festhalten. Die Wohnung versinkt im Chaos, denn die Umgebung des Christbaums wurde von Emil (Markus Härtl) zum Sperrgebiet erklärt. Es stehen schließlich 100 Liter Zoiglbier auf dem Spiel, die Emil erhält, wenn es sein Baum länger aushält, als der Baum seines Freundes Oswald (Andreas Riedl). Und mitten in den Streitereien um den Baum und das seit 25 Jahren nicht mehr tapezierte Wohnzimmer keimt bei Emil und seiner Frau Betty (Silvia Waidhas) der Verdacht, man könnte in einer Woche Silberhochzeit feiern.

Doch in welchem Jahr war der "Kriegsbeginn". Eine Sterbeurkunde ist nicht zu finden, das "Fangeisen" geht nicht vom Finger und auch Oswald, der den gleichen Fehler seines Lebens im gleichen Jahr wie Emil begangen hat, kann sich lediglich daran erinnern, dass es im besagten Jahr beim Feuerwehrfest Schaschlik gegeben hat. Der Verdacht wird Gewissheit: Die Silberhochzeit steht vor der Tür. Betty und Oswalds Frau Helga (Katharina Grillmeier) wollen feiern.

Doch die Männer sind der Meinung, ein Blech Zwetschgenkuchen und eine Tasse Kaffee wären völlig ausreichend. Die Enttäuschung bei Ehefrauen ist groß, es fließen Tränen. Plötzlich gerät auch Emil in Panik, als sich Erbonkel Eduard (Matthias Frank) zur Silberhochzeit ankündigt.

Zahnarzt statt Schlosser

Schnell wird klar, dass man den Erwartungen des Erbonkels gerecht werden muss. Betty hat in ihren Briefen an Eduard ihr Familienleben so dargestellt, so wie sie es sich erträumt hatte. Dabei hat Sohn Stefan (Andreas Grillmeier) nur mit Ach und Krach seine Schlosserlehre geschafft, Betty schrieb dagegen, ihr Sohn sei Zahnarzt. Schließlich wird die Silberhochzeit so gefeiert, wie es sich Betty immer erträumt hat.

"Bessere Gesellschaft"

Unter Mithilfe der Nachbarn und Freunde wird für Onkel Eduard ein wahres Theaterstück inszeniert, um sich als "bessere Gesellschaft" zu präsentieren, was nicht immer reibungslos klappt: Manieren und Umgangsformen lernt die Familie nicht von heute auf morgen. Weiter wirken in den turbulenten Stück noch Maximilian Müller (Bernhard Adam) mit, der einen Freund von Emil darstellt, sowie Susanne (Christine Sommer), als Verlobte von Stefan.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kondrau (445)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.