Theaterpädagogin Anna Spitzbart und Schauspieler Johann Anzenberger präsentieren "Mann oder ...
Außerirdischer landet im Klassenzimmer

Kemnath. (jzk) "Mann oder Frau - sonst gibt's da nix?" war der Titel des Theaterstücks für die achten Klassen der Realschule. Aber dazu mussten die Realschüler kein Theater besuchen. Nach dem Motto "Das Theater kommt zu dir" kamen die Theaterpädagogin Anna Spitzbart und Schauspieler Johann Anzenberger in die Klassenzimmer. Studienrat Joachim Marek hatte die ungewöhnliche Vorführung organisiert.

"Klassenzimmerpädagogik" heißt das theaterpädagogische Programm, das Intendant Michael Lerchenberg mit den Luisenburg Festspielen für Schulen ganzjährig anbietet. Dazu wird keine spezielle Bühne benötigt. Dieses Theater lebt durch den Text, die Darsteller und den direkten Austausch mit den Schülern.

In diesem Klassenzimmerstück sollten die Schüler mit einem Schauspieler und der Schauspielpädagogin herausfinden, anhand welcher Kriterien sie Männer und Frauen unterscheiden. Im Zentrum des Geschehens standen Themen wie Offenheit, Toleranz, Interesse füreinander, Selbstbewusstsein und Courage.

Reise zur Erde

Zuerst trat Johann Anzenberger als außerirdisches geschlechtsloses Wesen auf. Auf seiner interplanetarischen Reise zur Erde möchte er erfahren, was Frauen und Männer, Jungen und Mädchen sind. Auf seinem fernen Planten Rüsselo in der Milchstraße gibt es keine Geschlechter. "Was macht einen Jungen und ein Mädchen wirklich aus?", sollten ihm die Achtklässler erklären. Beim Suchen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten innerhalb der Geschlechter konnten sie lernen, dass es unterschiedliche Kriterien gibt und dass nicht jeder sie alle erfüllen muss. Dieser Lernprozess vollzog sich aber nicht im schulüblichen Frage- und Antwortspiel, sondern als spannendes Interaktionstheater. Dabei zog Anzenberger alle Register seines schauspielerischen Könnens.

Bei der theaterpädagogischen Nachbereitung analysierte Anna Spitzbart das Erlebte, hinterfragte die Inhalte und beantwortete Fragen. Dabei kamen die Schüler zu der Erkenntnis, dass die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen häufig von Klischees und Vorurteilen geprägt sind.
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