Thema Flüchtlinge

"Das beherrschende politische Thema in den letzten Monaten ist die Flüchtlingspolitik", sagte Bürgermeister Werner Roder. "Das Flüchtlingsthema geht uns alle an. Wir alle - gerade auch als Christen - stehen in der Pflicht." Auch die Gemeinde Vorbach werde ihren Beitrag zur Lösung leisten. Dabei sei die Frage nicht, ob in der Gemeinde Asylbewerber untergebracht würden, sondern wann dies der Fall sei.

Vor wenigen Tagen habe es dazu einen Kabinettsbeschluss der Staatsregierung gegeben. Dadurch sollen die Landratsämter ermächtigt werden, ihren kreisangehörigen Gemeinden bei Bedarf Asylbewerber zuweisen zu können. "Wenn das Landratsamt die Zwangszuweisung nicht mehr vollziehen will, wird es den Bus mit den Flüchtlingen vors Rathaus fahren lassen und dann muss der Bürgermeister eine Lösung finden", zitierte er dazu Gemeindetagspräsidenten Dr. Brandl.

Sollte es tatsächlich soweit kommen, habe die Gemeinde verschiedene Handlungsmöglichkeiten. Man könne eigene Mietwohnungen zur Verfügung stellen, eine Unterbringung in der Turnhalle oder im Gemeindezentrum überdenken, Mietcontainer kaufen oder mieten oder aber auch leerstehende und geeignete Mietwohnungen und Gebäude anmieten. Letzteres habe er im Gemeindeblatt bei den Bürgern angefragt. Als letztes Mittel stehe der Gemeinde die Beschlagnahme von Privateigentum zur Verfügung, betonte er. Er hoffe nicht dass es dazu kommt, denn "eine geringe Anzahl von Asylanten und Flüchtlingen verträgt auch die Gemeinde Vorbach".(wmi)
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