Thumsenreuth macht es spannend

Aufatmen bei den Thumsenreuther Luftpistolen-Schützen. Sie benötigten bei ihren beiden Siegen in der 2. Bundesliga Süd in Regensburg nicht nur ein gutes Auge.

Thumsenreuth. (att) Eine Portion Glück war schon mit im Spiel, als sich die Nordoberpfälzer auf der Gauschießanlage in Regensburg gegen Münchberg und Edelweiß Scheuring knapp durchsetzen konnten.

Die sicher geglaubten Punkte gegen die mit zwei Ersatzschützen angetretenen Münchberger standen mehr als einmal in Frage und entschieden sich erst auf die letzten Wettkampfserien. Die Nummer eins, Lukas Spachtholz, musste seinen Punkt mit 367:368 Ringen gegen Christoph Günther abgeben. Im letzten Schuss der Serie erzielte Simon Weiß eine Zehn und nötigte Dominik Ostheimer (beide 363 Ringe) zu einem Stechen. Ostheimer gab seinen Schuss schnell ab - eine Neun. Bei Simon Weiß lagen die Nerven blank, er wartete zu lange und konnte lediglich mit einer Acht kontern. Somit ging auch dieser Punkt an Münchberg.

Sonja Weiß stand auf Platz drei Andrea Oberländer gegenüber. Erst in den letzten Serien überzeugte sie und gewann mit 372:363 Ringen. Herbert Greißinger hatte beim 357:369 gegen Mannschaftsführer Karl Greger keine Chance. Thomas Weiß hatte den Münchberger Stefan Weber stets im Griff und verbuchte ebenfalls seinen Punkt mit 365:334 Ringen. Damit hatte Thumsenreuth auch die Mannschaftspunkte mit 3:2 gewonnen.

Für alle fünf Schützen verlief der zweite Wettkampf noch spannender. Die Mannschaft von Edelweiß Scheuring hatte bereits im ersten Wettkampf gegen Kehlheim gezeigt, dass hier gute Ergebnisse zu erwarten sind und eine deutliche Leistungssteigerung auf den beiden ersten Plätzen erfolgen musste. Bei beiden Teams war eine deutliche Nervosität zu spüren.

Lukas Spachtholz konnte eine kurzeitige Schwäche seines Gegners Phillip Ranzinger in der dritten Serie nutzen und einen Vorsprung herausarbeiten, den er sicher ins Ziel führte. Mit 371:365 Ringen holte er den Punkt. Für ein Wechselbad der Gefühle sorgte Simon Weiß. Nachdem sein Gegner Klaus Hofensitz noch in der zweiten Serie das Lichtsignal des Führenden vereinnahmte, sammelte Weiß sich und holte am Ende doch noch klar seinen Punkt mit 373:369 Ringen. Auch bei Sonja Weiß schien es nicht richtig zu laufen. Ringleich war sie mit ihrem Gegner Oliver Balz noch am Ende der zweiten Serie. Doch in der dritten Runde nahm sie mit 94 Ringen dem Kontrahenten zwei Ringe ab und erzielte in der vierten Serie souveräne 97 Ringe. Damit holte auch sie den Punkt mit 377:371 Ringen.

Mannschaftsführer Karl Greger legte sich nach den anfänglichen Serien von zwei mal 89 Ringen noch einmal so richtig ins Zeug. Mit dem 38. Schuss, einer Zehn, hatte er den Gleichstand mit seinem Gegner Thomas Ranzinger erreicht. Nur noch zwei mal die Neun hätten für ein Stechen gereicht. Doch ihm rutschten eine Sieben und eine Acht aus. Somit ging der Punkt an Scheuring mit 368:365 Ringen. Thomas Weiß hatte Glück, dass sein Gegner Alfred Franz seine Leistungen nicht bringen konnte. So ging der vierte Punkt mit 367:359 Ringen an Thumsenreuth, ebenso die Mannschaftspunkte. Damit konnte 1898 Thumsenreuth den zweiten Platz in der Tabelle verfestigen und will diesen beim Heimwettkampf am 22. November ausbauen.
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