Tigers eine Nummer zu groß

Devils-Keeper Oliver Engmann hatte am Sonntag im Derby gegen die Bayreuth Tigers alle Hände voll zu tun. Er bot eine gute Leistung, die 1:5-Niederlage konnte er jedoch nicht verhindern. Hier begräbt Engmann die Scheibe vor Ivan Kolozvary unter sich. Mit im Bild (von links) die Weidener Marius Pöpel, Frantisek Mrazek und Daniel Willaschek (verdeckt). Bild: Gebert

Derbys leben normal von der Spannung. Das war beim Eishockey-Match zwischen den Blue Devils und den Bayreuth Tigers zu keiner Phase der Fall. Zu überlegen waren die Gäste bei ihrem ungefährdeten Sieg. In Sachen Niederlagen am Stück ist für die Weidener jetzt das Dutzend voll.

Weiden. (gb) Das Nachbarduell zwischen Schlusslicht Blue Devils Weiden und dem Tabellendritten EHC Bayreuth war mit 5:1 (1:0, 3:0, 1:1) eine klare Sache für den Favoriten aus der Wagnerstadt. Die Truppe von Josef Hefner wehrte sich zwar tapfer, doch die klar überlegenen Tigers waren eine Nummer zu groß. Der Devils-Coach nahm sein Team in der Pressekonferenz in Schutz. "Gegen diesen starken Gegner war nicht mehr drin. Bayreuth hat läuferisch und spielerisch gezeigt, wie ein Top-3-Team der Oberliga auftritt", brachte es Hefner auf den Punkt.

"Wir arbeiten weiter und ich bin überzeugt, dass meine Mannschaft für Überraschungen gut ist. Ich hoffe, dass bald der Knoten platzt", sagte Hefner, der nicht alles negativ sah. Vor allem in der Defensive habe sein Team Fortschritte gezeigt. Ein gutes Spiel machte Oliver Engmann, der zwischen den Pfosten den Vorzug vor Daniel Huber erhalten hatte. Nach dem Match war der Goalie dennoch angefressen: "Ein 1:5 in einem Derby, da kommt mir immer das Grauen, aber Bayreuth war heute wirklich verdammt gut. Die Niederlagenserie nagt gewaltig am Selbstbewusstsein."

Ein Riesenlob verteilte Gästetrainer Sergej Waßmiller an seine Spieler: "Wir sind heute das gesamte Spiel sehr gut aufgetreten und haben völlig verdient gewonnen. Schade ist nur das Gegentor, sonst wären wir das komplette Wochenende ohne Gegentreffer geblieben." Am Freitag hatten die Tigers den TSV Erding zu Hause mit 6:0 abgefertigt.

Zunächst nur zwei Reihen

Josef Hefner setzte im ersten Drittel auf zwei starke Reihen und wollte damit den Gästen Paroli bieten. Die Rechnung ging zumindest in der Defensive zunächst auf, offensiv konnten sich die Devils aber nur selten gefährlich in Szene setzen. Mit zunehmender Dauer bekamen die Weidener mit dem Tempo-Eishockey der Bayreuther immer größere Probleme. Die verdiente Gästeführung durch Dennis Thielsch (13. Minute) war die logische Folge. Einen höheren Rückstand verhinderte Oliver Engmann.

Ab dem zweiten Abschnitt brachte Josef Hefner dann auch den dritten Block zum Einsatz. Seine Mannschaft hatte zu Beginn zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich, doch es zeigte sich erneut, dass seit dem Ausfall von Craig Voakes ein "Knipser" fehlt. "Wenn wir die Chancen genutzt hätten, hätte es vielleicht anders laufen können", erklärte der Weidener Coach. Auf der Gegenseite zeigten die Bayreuther, wie es geht und sorgten noch im zweiten Drittel für die Entscheidung. Christopher Kasten (28./Überzahl) sowie die Ex-Weidener Michal Bartosch (33.) und Florian Müller (38.) erhöhten auf 4:0.

Im Schlussdrittel gab es noch zwei Treffer für die Statistik. Marcus Marsall (44.) traf zum 5:0, ehe Ralf Herbst (53.) im Powerplay mit einem Schlagschuss von der blauen Linie den Ehrentreffer erzielte.

Am Freitag kommt Selb

Für die Blue Devils geht es am Freitag, 12. Dezember, gleich mit dem nächsten Derby weiter. Um 20 Uhr gastiert der VER Selb in der Hans-Schröpf-Arena. Am Sonntag, 14. Dezember, um 18 Uhr treten die Weidener beim EC Bad Tölz an.
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