Tirschenreuth.
Johannes Saalfrank: Den Kindern eine Tagesstruktur bieten

(ws) Das Schicksal der jungen Flüchtlinge ist auch bei der Kolpings-Berufshilfe ein Thema. Bei der Bauausschusssitzung am Mittwoch lag Bürgermeister Franz Stahl ein Antrag auf Nutzungsänderung sowie eine Bauvoranfrage vor. Das Konzept sieht die Schaffung einer Unterkunft für rund zehn "unbegleitete Jugendliche" vor.

Auf Nachfrage schilderte Geschäftsführer Johannes Saalfrank, dass auch die Berufshilfe eine Unterbringungsmöglichkeit schaffen will. "Es gibt noch keine Anlaufstelle im Landkreis" verwies Saalfrank auf die derzeitige Situation. Dabei könne es jederzeit passieren, dass junge Leute, etwa in Zügen, aufgegriffen werden. Freilich wäre auch für die Berufshilfe eine Realisierung nicht so schnell machbar.

Zunächst soll geprüft werden, ob eine Nutzung von Teilen des Gebäudes an der Heisenbergstraße (Gewerbegebiet) überhaupt baurechtlich möglich ist. Danach bräuchte es Umbauten und notwendige Genehmigungen. Als Träger einer Einrichtung für Kinder, die Saalfrank eher als sozialpädagogische Jugendwohngruppe beschreibt, könnte eventuell das Kolping-Bildungswerk in Frage kommen. Herausstellen will auch Saalfrank, dass in einer möglichen Unterkunft die Kinder und Jugendliche eine 24-Stunden-Betreuung bekommen.

"Wir wollen eine Tagesstruktur bieten", unterstreicht Saalfrank sein Anliegen, auch um den jungen Leuten eine Perspektive zu schaffen.
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