Tirschenreuth steht Gewehr bei Fuß
Im Blickpunkt

Tirschenreuth. (jr/bz) Na was denn sonst? Selbstredend spielte auch das Thema Behördenverlagerung beim Tirschenreuther Wirtschaftsdialog am Montag eine Rolle. "Es muss nicht alles in München sein", hielt Finanzminister Markus Söder mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Was aber wohin wandern könnte, das verriet er freilich nicht. Vier größere Ämter sollen ja nach dem Willen der Staatsregierung in den nächsten zehn Jahren verlagert werden, eines in die nördliche Oberpfalz.

Und da preisen allerorten die Bürgermeister die Vorzüge ihrer Kommunen an. Auch Vohenstrauß hat sich schon mit der Friedrichsburg in Stellung gebracht. Weil Weiden und Amberg wegen des Hochschul-Campus eh schon ausschieden und Tirschenreuth ja bereits das Amt für Ländliche Entwicklung habe, bleibe eigentlich nur der Landkreis Neustadt als Standort übrig, meint der Vohenstraußer Bürgermeister Andreas Wutzlhofer.

Dass Tirschenreuth dennoch Gewehr bei Fuß steht, verdeutlichte der Tirschenreuther Bürgermeister Franz Stahl. "Wenn es weitere Behördenverlagerungen gibt, wir haben da Erfahrung." Auch Standort einer Fachakademie für Gesundheitswesen konnte sich Stahl vorstellen.

"Dass blinder Aktionismus nichts bringt", hatte in den vergangenen Wochen auch Landrat Wolfgang Lippert in einem Brief an Söder herausgehoben. "Die Verlagerung eines Amtes und seine Aufgaben müssen auch zu einem Landkreis passen." Und in dem Zusammenhang plädierte der Landrat für eine wissenschaftlich-strategische Forschungseinrichtung, die von Tirschenreuth aus die Belange des demografischen Wandels in ganz Bayern steuern könnte.

In die Karten schauen ließ sich der Heimatminister am Montagabend nicht. Aber er kündigte an, gemeinsam mit Prag und München an grenzüberschreitenden Projekten zu arbeiten. "Hier gibt es einen großen Nachholbedarf."

Polizeibericht

Einbrüche: Die Serie geht weiter

Tirschenreuth. (bz) Kaum ein Tag ohne Einbruchsmeldung: Vier weitere Fälle gab es über das Wochenende. Erneut war ein Autohaus an der Rothenbürger Straße das Ziel. Zwischen Sonntagmorgen und Montagfrüh wurde mit einem Stein eine Schaufensterscheibe eingeschlagen. Aus dem Verkaufsraum wurden mehrere Motorradhelme und Handschuhe entwendet, außerdem fehlen Motorradbatterien, ein Laptop und eine Kamera. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

Über das Wochenende suchten die Täter beim Sportplatz die Baustelle der Umgehungsstraße in Bärnau heim, brachen ein Baufahrzeug auf und nahmen Scheinwerfer, Funkgerät, Warneinrichtung und Werkzeug im Wert von rund 600 Euro. Rund 150 Euro fehlen in der Kasse des Mähringer Jugendtreffs, der in der Nacht auf Sonntag ebenfalls das Ziel von Einbrechern war.

Offensichtlich nichts Brauchbares fanden die Unbekannten, die in der Nacht auf Montag durch eine Außentüre in den Werkstattbereich eines Möbelhauses in Schönkirch gelangten. Dort brachen sie den Zugang zu einem Lager auf. Mitgenommen wurde nichts.
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