Titelfavoriten Auge in Auge

Als wollte er das Trikot seines Gegenspielers zerreißen, packt Karsten Herold (rechts) rustikal zu. Mit vollem Einsatz wollen sich die Auerbacher auch den Waldbüttelbrunnern entgegenstellen, sich für die Hinrundenniederlage revanchieren und einen großen Schritt Richtung Bayernliga-Meisterschaft machen. Bild: Ziegler

Gipfeltreffen in der Bergstadt: Im Duell der beiden Spitzenteams will der SV 08 Auerbach die Hinspielniederlage gegen die DJK Waldbüttelbrunn ausbügeln und sich einen vorentscheidenden Vorsprung auf den Verfolger verschaffen. Der verpatzte die Generalprobe, sieht das aber durchaus als gutes Omen.

Erster gegen Zweiter, bester Angriff gegen stärkste Abwehr - in der Helmut-Ott-Halle stehen sich am Samstag, 14. Februar (17 Uhr), die beiden Top-Teams der Handball-Bayernliga gegenüber. Seit Saisonbeginn dominieren der SV 08 Auerbach (34:2 Punkte) und die DJK Waldbüttelbrunn (32:4) die Konkurrenz fast nach Belieben.

Im Kopf ein Spiel weiter

Vor dem Hinspiel hatten die Unterfranken eine deftige 30:37-Niederlage gegen den TSV Unterhaching einstecken müssen, gewannen dann das Spitzenspiel gegen Auerbach aber mit 22:21. Dass nun Waldbüttelbrunn ausgerechnet wieder vor dem anstehenden Duell gegen Auerbach patzte und zu Hause gegen Bayreuth verlor, macht das Spitzenspiel umso brisanter. DJK-Trainer Karoly Kovacs (46) vermutete, dass sein Team im Kopf möglicherweise erneut bereits ein Spiel weiter gewesen sei, allerdings gab der Ungar schon kurz nach der Partie die Marschroute für das Gipfeltreffen vor: "Ich habe schon immer gesagt: Wenn du es dir verdienen willst, Meister zu werden, musst du in Auerbach gewinnen. Wir sind nicht mehr Favorit, aber ich denke, das könnte uns helfen." Für seinen Auerbacher Kollegen Tobias Wannenmacher gab und gibt es in dieser Partie keinen Favoriten und auch seine Spieler gehen mit einer ähnlichen Einstellung in die Partie. So lautete die Prognose von Maximilian Lux kurz und knapp: "Kommt ganz auf die Tagesform an."

Überragende Torhüter

Wannenmacher warnt sein Team: "Wir müssen über 60 Minuten konzentriert bleiben. Waldbüttelbrunn hat mehrere Spiele nach sogar teils großen Rückständen noch umgebogen." Eine der Hauptursachen für diese Aufholjagden sieht der Auerbacher Trainer in den beiden starken Torhütern. David Sturm (23) und Matyas Varga (30) sind in der Lage, "ihren Kasten förmlich zu vernageln." Der erfahrene Ungar hatte bereits im Hinspiel mit seinen Paraden die Auerbacher fast zur Verzweiflung gebracht.

Andere Taktik

In der Vorbereitung auf die Partie legte Wannenmacher auch ein Hauptaugenmerk auf die Defensive: "Waldbüttelbrunn spielt ein von Christian Häckner gut organisiertes, extrem offensives 3-2-1, mit dem wir nicht wirklich gut klar gekommen sind. Im Gegensatz dazu hatten ihre Angreifer mit unserer Version einer offensiven Deckung weniger Probleme, weshalb wir diesmal wohl etwas völlig anderes versuchen müssen." Wichtig wird sein, die beiden Spielgestalter Manuel Feitz (26) und Joszef Szentgyörgyi (30) in den Griff zu bekommen.

Bei aller Anspannung, Wannenmacher freut sich auf die Partie - und auf volle Ränge: "Alle anderen Teams haben über das Faschingswochenende frei und können deshalb in die Helmut-Ott-Halle kommen, ein hoffentlich gutes und spannendes Spiel sehen und uns unterstützen." Und diese Unterstützung könnte durchaus nötig werden, schließlich kommen die Unterfranken mit zwei, drei Fanbussen.

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Weiss, Lux, Wolf, Wannenmacher, Schnödt, Herold, Schmidtke, Schramm, F. Müller, Schöttner.
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