Tod in Würde

Humanes Sterben hängt nicht vom Ort ab, sondern von der Zuwendung.

"Das Sterben und der Tod waren mir ganz vertraut." Das bekannte Eva-Maria Stark bei einem Vortrag.

Die ausgebildete Krankenschwester sprach bei einer Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung im Pfarrheim zum Thema "Darf ich den Zeitpunkt meines Sterbens selbst bestimmen?" Der Tod werde in der Gesellschaft oft tabuisiert. "Wenn wir über das Sterben reden, müssen wir wissen, was es heißt zu leben." Und dazu gehört für Stark zu wissen, wann das Leben beginnt. "Ist das schon bei der Befruchtung oder erst mit dem Embryo?", fragte Stark in die Runde.

Intensiv setzte sie sich mit der Sterbehilfe - ob passiv, indirekt oder aktiv - auseinander. und hob dabei auch die Position der Ärzte hervor. "Es ist verboten, auf Verlangen zu töten", betonte die Rednerin. "Das heißt: keine Hilfe zur Selbsttötung."

Vielmehr gelte es, dem Patienten beim Sterben beizustehen und seine Würde zu achten. "Die Würde des Menschen ist unantastbar", zitierte die Referentin aus Artikel 1 des Grundgesetzes und folgerte weiter: "Die Würde des Lebens ist unantastbar." Für sie gilt auch die christliche Devise: "Ich hab' das Leben nicht gemacht, also darf ich es auch nicht nehmen."

Auch wenn der letzte Weg für manche Menschen schwierig sei, sollten sie auf diesem begleitet werden. "Humanes Sterben hängt nicht vom Ort ab, sondern von der Zuwendung." Das heißt für Stark auch: "Nicht durch die Hand, sondern an der Hand sterben." Christen dürften sich vertrauensvoll in Gottes Hände geben.
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