Toleranz und gegenseitige Achtung als Leitlinien für den Alltag

Werte wie Recht auf Unversehrtheit, Humanität und Mitmenschlichkeit dürfen nicht nur in hehren Absichtserklärungen und völkerrechtlichen Dokumenten festgeschrieben sein. Sie müssen gelebte Wirklichkeit werden. Das forderte Ludwig König bei der Gedenkfeier in Fuhrmannsreuth. Das Gegenteil sei in weiten Teilen der Welt der Fall. Nicht Achtung, sondern Ächtung würde das Verhältnis zwischen den Menschen bestimmen. Auch in Deutschland lebe die Gesellschaft nur auf den ersten Blick in Frieden. Gewalt in den Familien, auf Schulhöfen oder Straßen sei an der Tagesordnung. Konkurrenzkampf, Mobbing, soziale Ausgrenzung, Argwohn gegenüber Menschen, die anders sind, würden Unfrieden hinterlassen. Im Kleinen fange der Friede an, im alltäglichen Miteinander. Toleranz, gegenseitige Achtung und Respekt vor den Werten anderer Menschen müssten auch Leitlinien für den Alltag sein. Fernsehbilder von Flüchtlingen, zerstörten Häusern und Menschen im Gaza-Streifen, in Syrien und in Afrika, die unter Hunger und Erschöpfung leiden, würde uns an unsere eigene Geschichte erinnern, erklärte der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Fuhrmannsreuth, Reinhard Bauer. 69 Jahre Frieden und 24 Jahre deutsche Wiedervereinigung hätten die Wunden des Krieges nur auf den ersten Blick schließen können. Die Erinnerungen lassen die, welche den Krieg erlebt haben, nicht mehr los. Die Ehrung der Toten, die Unterstützung der Überlebenden und die Mahnung an die jüngeren Generationen, dass der Krieg nicht die Lösung, sondern der Anfang von Problemen und Konflikten ist, würden zusammengehören. "Krieg ist die Kapitulation der Menschlichkeit", zitierte Reinhard Bauer Papst Johannes Paul II. Der Redner endete mit dem Zitieren des Liedes "Ich hatt' einen Kameraden", dankte Gabi Graf für die Pflege des Ehrenmals sowie den Sammlern für die Kriegsgräberfürsorge. Mit Salutschüssen endeten die Feiern. (ld)
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