Toni Kellermann hat vor vier Jahren als Einzelkämpfer angefangen. Doch mittlerweile hat der Sozialpädagoge eine Firma aufgebaut, die so schnell gewachsen ist, dass er mehr Platz braucht.
Mehr Platz für Problemfälle

Pfarrer Arnold Pirner, Toni Kellermann, Bürgermeister Karl-Heinz Preißer und Johann Schlegl (von links) freuen sich über die neuen Räume der Firma "Sozialkompetenztraining Oberpfalz". Bild: hme
(hme) Vor über vier Jahren stieg Toni Kellermann in die Betreuung von Problemjugendlichen ein. Sein Telefon war 24 Stunden am Tag in Rufbereitschaft. Nicht selten kam es vor, dass er mitten in der Nacht alarmiert wurde. Dann musste sich Kellermann ins Auto setzen.

Inzwischen beschäftigt sein Unternehmen namens "Sozialkompetenz-Training Oberpfalz" rund 100 Mitarbeiter. Ein Zeichen, dass es auch immer mehr Problemfamilien gibt. Kellermann ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

Mittlerweile stehen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs), aus Kriegsgebieten im Fokus. Etliche davon betreut Kellermann im ehemaligen Schwesternheim in Neustadt. Die 30 Plätze reichen bei weitem nicht aus, weitere Projekte sind in Planung.

Mit den Aufgaben wuchs auch der Personalstand. Auf der Suche nach passenden Räumen für Verwaltung und Therapie wurde Kellermann im heimischen Neudorf fündig. Johann Schlegl hatte gerade sein Elternhaus an der Durchgangsstraße renoviert und wollte es vermieten. Kellermann schlug spontan zu.

Pfarrer Arnold Pirner spendete den Räumen den kirchlichen Segen. Aus der Einweihung wurde ein Hoffest für die gesamte Gemeinde. Kellermann stellte den Gästen auch seine Pferde vor. Sie werden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Besonders die größte Pferderasse der Welt, die "Shire Horses", hinterließen einen bleibenden Eindruck.
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