Top-Ten-Plätze für Trial-Fahrer

Über Stock und Stein: Den Trial-Fahrern (im Bild Kathrin Döhla vom MSC Stiftland Mitterteich) wird im schwierigen Gelände einiges abverlangt. Bild: hfz

Die Fränkische Schweiz war für Kathrin Döhla und Maximilian Schulz ein gutes Pflaster. Die Trial-Fahrer des MSC Stiftland Mitterteich glänzten bei den Läufen zur Deutschen Meisterschaft mit Top-Ten-Platzierungen.

Mitterteich/Wiesenttal. Natur und Motorsport geht nicht. Doch! Am Wochenende wurden in Wiesenttal in der Fränkischen Schweiz der dritte und vierte Lauf zur deutschen Trial-Meisterschaft ausgetragen. Die Rund-strecke mit den einzelnen Sektionen war herrlich in die Wälder rund um den Ortsteil Wüstenstein eingebettet. Der Veranstalter MSC Fränkische Schweiz und die Eigentümer der Wald- und Feldgrundstücke machten eine solche Großveranstaltung in einem Naturschutzgebiet möglich.

Ein kräftiger Regenschauer am Freitagnachmittag hatte das Gelände aufgeweicht. Am Samstag waren die Sektionen und vor allem die zum Teil mit Moos bewachsenen Kalksteine extrem rutschig. Der ausschlaggebende Punkt war die Länge der einzelnen Sektionen. Durch eine Fahrzeit von 90 Sekunden in den Sektionen wurde das Trial extrem schwer, was sich auch in den Strafpunkten der einzelnen Fahrer widerspiegelte.

Döhla auf Rang sieben

Kathrin Döhla meisterte die zwei Runden mit einer Gesamtlänge von etwa zehn Kilometern und je 15 Sektionen mit 106 Strafpunkten. Sie wurde damit in der deutschen Frauen-Trial-Meisterschaft Siebte. Es siegte Theresa Bäuml (Winningen an der Mosel), die vergangene Woche die Frauen-Europameisterschaft gewonnen hatte. Maximilian Schulz startete im deutschen Trial-Cup. Nach sechseinhalb Stunden Fahrzeit hatte der 23-Jährige 88 Strafpunkte und war punktgleich mit Kevin Bick. Beide hatten gleich viele Nullfahrten, somit fiel die Entscheidung aufgrund der "Ein-Fehler-Durchfahrten" in den Sektionen - hier hatte Bick fünf und Schulz drei. Bick belegte Platz acht, Schulz wurde Tages-Neunter. Es gewann Felix Heller (68 Strafpunkte).

Von Samstag auf Sonntag blieb es trocken, so dass die Sektionen etwas griffiger wurden. Auch der Veranstalter reagierte und verkürzte die Sektionen. Die Fahrzeit wurde von sechs-einhalb auf sechs Stunden reduziert. Für Kathrin Döhla lief dieser Tag nicht ganz so gut. Aufgrund der etwas leichteren Sektionen waren die Punkteabstände geringer, so dass sich Fehler viel stärker auswirkten. Döhla wurde mit 62 Strafpunkten Tages-Zehnte, der Abstand zu Platz fünf waren nur acht Strafpunkte. Den Sieg holte sich wiederum Theresa Bäuml.

Technischer Defekt

Schulz hatte am Sonntag mit einem technischen Defekt zu kämpfen. In der zweiten Runde erwischte es den Stiftländer. Er musste nach Sektion zehn zurück ins Fahrerlager und den Reifen wechseln. In den etwas griffigeren Sektionen kam Schulz besser zurecht. Schulz wurde mit 52 Strafpunkten Zehnter, auf Rang sieben fehlten nur vier Strafpunkte. Wie am Samstag gewann Felix Heller.
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