Totaler Stromausfall in der Eschenbacher Altstadt - Alarm für über 140 Feuerwehrleute - Schaden ...
Kurzschluss im Rathaus: 20-Kilovolt-Trafo brennt aus

Rauchschwaden am Dienstagabend über dem Rathaus ließen das Schlimmste befürchten. Gegen 18.55 Uhr alarmierte die Einsatzzentrale die Feuerwehren der Umgebung. Es schien so, als ob der Dachstuhl des historischen Gebäudes am Stadtberg brennen würde. Doch schon bald nach Eintreffen der 141 Einsatzkräfte konnte diesbezüglich Entwarnung gegeben werden.

Schnell stellte sich heraus, dass ein Kurzschluss in der Ortsnetz-Trafo-Station des Bayernwerks, die im Erdgeschoss des Rathauses untergebracht ist, die Ursache für die Rauchentwicklung war. Über einen Entlüftungsschacht war der Qualm aus dem Raum, in dem Strom aus einer 20-Kilovolt-Leitung ins Ortsnetz eingespeist wird, zum Dach hin entwichen. Durch den Kurzschluss brach allerdings die Stromversorgung in der Altstadt und teilweise auch vorübergehend in den Siedlungen zusammen.

Laut Polizeihauptkommissar Werner Stopfer, dem stellvertretenden Leiter der Eschenbacher Inspektion, habe es kein offenes Feuer gegeben. Das Rathaus selbst sei rauchfrei geblieben, da die Trafostation separat im Gebäude untergebracht ist. Der Raum sei nur von außen zugängig. Personen wurden nicht verletzt. Auch sind laut Stopfer am Haus zunächst keine Schäden sichtbar gewesen. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass unter anderem möglicherweise die EDV durch den technischen Defekt ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Ursache für den Kurzschluss war am Dienstagabend ebenso unklar wie die Schadenshöhe an der Trafo-Station.

Vor Ort waren die Feuerwehren aus Eschenbach, Grafenwöhr, Pressath, Kemnath, Tremmersdorf, Kirchenthumbach, Burkhardsreuth und Gößenreuth. Den Einsatz leiteten Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer, Kreisbrandmeister Daniel Beaudet und der Eschenbacher Kommandant Udo Drechsler. Vorsorglich waren sieben Mitarbeiter des BRK mit zwei Rettungswagen angefordert worden. Bereit standen auch Atemschutzträger aus Eschenbach und Grafenwöhr. Noch während ein Lüfter die Giftstoffe im Trafo-Raum absaugte, rückten gegen 19.30 Uhr die ersten Brandschützer wieder ab.

Wie Stopfer weiter mitteilte, wurde ebenfalls gegen 19 Uhr in einem Wohnhaus im Rosenweg ein Schwelbrand gemeldet. Dort kam es in einer Pelletsheizung im Keller zu einer Verpuffung und zur Rauchentwicklung. Auch hier blieben Bewohner und Gebäude unversehrt. Der Beamte wollte aufgrund der zeitlichen Nähe des Vorfalls eine Verbindung mit dem Kurzschluss im Rathaus nicht ausschließen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.