Toten Winkel im Blickfeld

Gerald Thomas Freitag, Günter Neumann, Ruth Schwab und Dieter Naber (von links) wurden geehrt. Bilder: gf (2)

Anschnallen, toter Winkel, sicheres Fahren: Themen, denen sich seit jeher die Verkehrswacht widmet. Und damit haben die Verantwortlichen jede Menge zu tun.

Auf die Aktionen und Programme ging Vorsitzender Gernot Schötz bei der 209 Mitglieder zählenden Kreisverkehrswacht Amberg Stadt und Land ein. Beim Programm "Kind und Verkehr" wurden bei drei Vorträgen insgesamt 44 Eltern von Kindergartenkindern auf die besonderen Gefahren des Straßenverkehrs hingewiesen. Es habe auch Tipps für den Spielbereich von Kindern im Wohnumfeld, rechtliche Hinweise für Kindersitze und das korrekte Anschnallen gegeben.

Viele Menschen geschult

Schötz führte weiter aus, dass 58 Verkehrslehrer an Grund- und Hauptschulen die Seminare für Schulverkehrserziehung besuchten. Zu den Elternveranstaltungen seien 520 Interessierte gekommen. Die Polizeibeamten Johann Treiber und Horst Strehl hätten als Verkehrserzieher der Kreisverkehrswacht bei Schulbeginn an fünf Veranstaltungen 268 Eltern von Erstklässlern die Gefahren des Schulwegs vor Augen geführt. Zu sieben Schulwegtrainings-Einheiten seien 138 Kinder angemeldet worden. 1245 Schüler aus insgesamt 18 Grundschulklassen hätten sich am Schulbustraining beteiligt. Laut Schötz legten 724 Kinder aus 37 Volksschulklassen die Fahrradprüfung ab. An den Fahrradturnieren der sechsten Jahrgangsstufe beteiligten sich Mädchen und Buben aus 19 Volksschulklassen.

Die Verkehrswacht habe 138 Schüler- und Schulbuslotsen ausgebildet. Alle Viertklässler bekamen nach Angaben des Vorsitzenden das Arbeitsheft "Rad fahren im 4. Schuljahr". Den Hauptanteil dafür habe die Sparkasse Amberg-Sulzbach finanziert, von den Eltern sei ein geringer Kostenanteil gefordert worden. Als schulische Aktion nannte Schötz die Referate zu "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr". Dies sei an Realschulen und Gymnasien wichtig, denn die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen mache nur zehn Prozent der Bevölkerung aus, sei aber mit 25 Prozent an Unfällen beteiligt.

Übungen mit Simulator

Über den toten Winkel informierte Andreas Bahle 29 Klassen mit 620 Teilnehmern, die Kurse "Könner durch Er-Fahrung" besuchten fast 300 Auto- und Motorradfahrer. Gernot Schötz betonte, dass die Kreisverkehrswacht eine der wenigen Verkehrswachten in Bayern sei, die das Fahrsicherheitstraining nach den Richtlinien des deutschen Verkehrssicherheitsrates durchführen dürfe, daran hätten sich 141 Kraftfahrer beteiligt. Junge Fahrer konnten sich laut Schötz am Motorradsimulator testen, langjährigen Kraftfahrern wurden Infos zum geänderten Führerscheinrecht oder Verhalten an Bushaltestellen angeboten. Fahrer der Feuerwehr, des THW oder des BRK, die mit Sonderrechten unterwegs sind, wurden gesondert geschult, ebenso ältere Verkehrsteilnehmer, die Andreas Bahle seit fast 20 Jahren betreut.

Zur finanziellen Situation meinte Schatzmeister Werner Kärcher, Zuwendungen und Geldbußen seien rückläufig. Trotzdem sei 2014 mit einem Überschuss von 1500 Euro abgeschlossen worden.(Hintergrund)
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