Totensonntag-Gedenken an Opfer der Weltkriege
Kein Frieden in Sicht

Bernhard Kopp, Vorsitzender der Kriegerkameradschaft, mahnte bei der Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Friedhof, nicht zu vergessen, dass Frieden dauerhaften Einsatz erfordert. Bild: hia
Frieden und Freiheit sind alles andere als geachtete Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz, sagte der Vorsitzende der Kriegerkameradschaft Bernhard Kopp bei der Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Friedhof. Traditionell gedachten die Ramlesreuther am Totensonntag vor den Gedenkstelen der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege.

Das Trompeten-Duo Manfred Baumann und Günther Steinlein spielte das "Grablied" und stimmte bei gesenkten Fahnen und begleitet von Böllerschüssen das Lied vom "guten Kameraden" an. Der Gedenkfeier und Kranzniederlegung war ein Gottesdienst mit Pfarrer Sven Grillmeier vorausgegangen. Der Geistliche betonte, dass es unsere Aufgabe sei, täglich den Sinn des Daseins zu entdecken und miteinander dafür Sorge zu tragen, dass ein friedliches und glückliches Leben möglich sei.

"Die Ramlesreuther mussten wie alle Gefallenen der Weltkriege viel zu jung sterben", sagte Vorsitzender Bernhard Kopp. Auch aktuell seien die Grundwerte nichts Selbstverständliches, wie die Opfer, Kämpfe und Gewaltausbrüche zeigten. "Während wir uns zu einer stillen Stunde des Innehaltens, der Trauer und des Erinnerns versammeln, kämpfen woanders Menschen um ihr Leben oder sind in ihrer Freiheit bedroht." Flüchtlinge aus aller Welt machten deutlich: "Frieden ist noch lange nicht."

Angesichts anhaltender Konflikte fragte er kritisch, ob genug und vor allem das Richtige getan werde, um Krieg, Gewalt und Terror heute und künftig zu vermeiden. Die Aktivitäten des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Lehrmaterial, Jugendlager und Projekttage betrieben Aufklärung. Doch gerade aus der Geschichte könnten die Lehren gezogen werden, dass Freiheit und Demokratie nicht von allein entstünden. "Es braucht Menschen, die sie erkämpfen, schützen und stärken."
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