Trainer Michael Rösch vom SV Etzenricht sieht seine Mannschaft motiviert vor dem Schlager gegen ...
"Vorne sind wir nicht leicht auszurechnen"

Etzenricht. Mit 18 Punkten und 15:5 Toren führt der SV Etzenricht die Tabelle der Landesliga Mitte an. Die DJK Ammerthal folgt mit 16 Punkten auf Platz zwei. Schon am Sonntag nach dem 4:1 beim zuvor ungeschlagenen SV Fortuna Regensburg war Etzenrichts Trainer Michael Rösch gedanklich bei der heutigen Partie. Der 29-Jährige spricht von einem "besonderen Spiel, das sich die Mannschaft selbst verdient hat".

Sie haben sich schon am Sonntag auf das kommende Derby eingestellt, es als Lohn für die zuletzt gezeigten Leistungen bezeichnet. Warum ist das so?

Eigentlich hätten wir uns den Lokalschlager schon zur Eröffnung gewünscht. Nun reist die DJK am achten Spieltag zu uns. Das Derby ist für alle, unabhängig von der Tabellensituation, ein besonderes Spiel. Dass die Konstellation nun Erster gegen Zweiter lautet, hat sich meine Mannschaft wirklich redlich verdient. Das ist gewiss Motivation genug.

Vor der Saison hatten Sie die magische Grenze von 40 Punkten als Ziel erklärt,. Wollen Sie das Ziel revidieren, oder zumindest nachbessern, da fast 50 Prozent des Solls gebucht sind?

Wir weichen von der Formulierung 40 nicht ab. Alles andere nehmen wir gerne mit. Speziell bei Auswärtsspielen haben wir uns frecher und zielstrebiger verkauft. Dass wir den Erfolg nicht gepachtet haben, hat uns der TSV Bad Abbach gezeigt. Die Heimniederlage ging in Ordnung. Wir befinden uns in einer sehr ausgeglichenen Liga.

Was halten Sie von der DJK Ammerthal? Dem Bayernliga-Absteiger wird in Fachkreisen der sofortige Wiederaufstieg zugetraut.

Mein Kollege Thomas Adler hat bei Quelle Fürth solide Arbeit abgeliefert und verfügt über einen hervorragenden Kader. Lücken durch Abgänge konnten sofort geschlossen werden. Ich denke hier an Routinier Johannes Kohl. Stürmer Michael Jonczy war in der Regionalliga der Torjäger des SC Eltersdorf und hat schon acht Mal getroffen. Mit Nico Becker wechselte vor einem Jahr ein weiterer Top-Stürmer von Etzenricht zur DJK. Qualität ist daher reichlich vorhanden. Die DJK spielt für mich sicher ganz oben mit.

Wie kommt es, dass Sie dennoch der DJK auf Augenhöhe begegnen können?

Wir präsentieren uns geschlossen, investieren eine Menge Laufarbeit, gehen weite Wege und sind bisher ein unangenehm zu spielender Gegner. Vorne sind wir nicht leicht auszurechnen, haben mehrere torgefährliche Leute, die vier oder fünf Mal getroffen haben. Hinten stehen wir kompakt. Alle Neuzugänge sind angekommen, spielen eine gute Rolle genau dort, wo wir Spieler vor der Saison abgeben mussten.
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