Trassenpläne nicht einfach hinnehmen
Gemeinderat

Neusorg. (kkl) Bei der Gleichstrompassage Süd-West haben sich die Netzverknüpfungspunkte des Korridors D der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsverbindung Sachsen-Anhalt-Bayern geändert, informierte Bürgermeister Peter König den Gemeinderat. Der nördliche Verknüpfungspunkt sei von Lauchstädt nach Wolmirstedt und der südliche von Meitingen nach Gundremmingen verschoben worden. Dadurch habe sich die Such-Ellipse erheblich verbreitert.

Die Notwendigkeit der Trasse "Süd-Ost" werde weiterhin bestritten und sei bis heute noch nicht hinreichend nachgewiesen worden. Die Gemeinde Neusorg werde vom möglichen Trassenkorridor weiterhin berührt. Eine Trasse würde alle Bemühungen der vergangenen Jahre zur Steigerung der Attraktivität der von der Abwanderung betroffenen Gemeinde konterkarieren. Die kommunale Planungshoheit sei massiv und negativ betroffen, argumentierte Peter König. Insbesondere seien eine Beeinträchtigung der Naturparke Fichtelgebirge und Steinwald sowie mögliche Trinkwassergefährdungen infolge von Rodungen nicht hinnehmbar. Die Kommune schließe sich den Argumenten in dem vom "Aktionsbündnis gegen Süd-Ost-Trasse" erstellen Papier "Zusammenfassung der Fakten zur geplanten HGÜ-Leitung im Korridor D (Süd-Ost-Trasse)" an. "Jeder Bürger ist dazu aufgerufen, im Internet unter www.steinwaldsagtnein.de seine Konsultation einzureichen", appellierte Gemeinderatsmitglied Gerald Braun.

Der Bürgermeister teilte mit, dass das Landratsamt Tirschenreuth die im März verabschiedete Haushaltssatzung mit Haushaltsplan für 2015 genehmigt hat.
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