Trauer hält länger als eine Minute

(wüw) Am Gymnasium sitzt der Schock nach den Anschlägen von Paris tief. Schule und Schulleiter verbinden enge Beziehungen nach Frankreich. Der Montag war deshalb kein normaler Schultag. "Natürlich haben wir die Gedenkminute für die Opfer eingehalten", erklärt Schulleiter Knut Thielsen. Punkt 12 Uhr stand das Schulleben für eine Minute still, die Gedanken waren bei den Opfern von Paris und den Freunden in der Partnerschule.

An letztere habe er sich auch direkt gewandt, erklärt Thielsen. Dem Collège Henri de Navarre/Lycée George Sand in Nérac sandte er per E-Mail eine Solidaritätsadresse: "Nous sommes unis - Wir sind eins", sei darin die wichtigste Botschaft an die Schüler und Lehrer der Partnerschule im Südwesten Frankreichs gewesen. Eine Antwort gab es noch nicht. "Die Menschen beginnen erst, die Tragödie zu verarbeiten", erklärt Thielsen. Der Romanist pflegt enge Kontakte nach Frankreich.

Ein Schüleraustausch mit Nérac stehe für das Gymnasium in diesem Schuljahr ohnehin nicht an. Erst in etwa einem Kalenderjahr werde es wieder so weit sein. Dann soll sich aber nichts am bisherigen Prozedere ändern: "Wir lassen uns unser Leben nicht von den Terroristen kaputt machen."
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