Trauer um Juliane Krauß
Verstorben

Kaltenbrunn. (bk) Rund 300 Trauergäste bekundeten am Freitag ihre Wertschätzung und Dankbarkeit für eine fürsorgliche, ehrgeizige Frau, die immer wusste, was zu tun war. "Ein Stück unseres eigenen Lebens wird angerührt, eine Verbindung lebt noch einmal auf. Und wir merken, dass wir durch den Tod von Juliane Krauß selbst ein wenig ärmer werden" sagte Pfarrer Matthias Weih in der St.-Martins-Kirche.

Der Geistliche zeichnete das Leben der "Jule" nach, die 25 Jahre Ortsbäuerin war. Schon der elterliche Hof und dann die Einheirat auf den Hof am Oberen Markt verlangten der vierfachen Mutter viel ab. "Unserer Gemeinde bleibt sie nicht nur als treue Kirchgängerin, Mitglied des Kirchenvorstands und Frauenkreises in Erinnerung. 15 Jahre leitete sie ab der Gründung den Nachmittagstreff. Als 12-Jährige trat sie 1944 dem Kirchenchor bei und hielt ihm 70 Jahre die Treue. "Das Gotteshaus war unverkennbar der Mittelpunkt ihrer Frömmigkeit", betonte Weih. "Ihr Sterben erlöste sie von den körperlichen Gebrechen. Dennoch: Eine Mutter geht immer zu früh." Der Chor verabschiedete sich auf dem Friedhof von seiner Ehrensängerin mit dem Lied "So nimm denn meine Hände."
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