Trauer um langjährige NT-Berichterstatterin Maria Betz aus Döllnitz - Älteste Bürgerin der ...
Urenkel ihre letzten Geschenke

Maria Betz wird am Montag, 14. September, um 13 Uhr im Friedhof in Döllnitz beigesetzt. Anschließend ist in der St.-Jakob-Kirche der Trauergottesdienst. Bild: privat
Allseits bekannt und beliebt war Maria Betz. Die Döllnitzerin verstarb in der Nacht zum Donnerstag als älteste Bürgerin der Marktgemeinde Leuchtenberg im Alter von 99 Jahren. Im Februar hatte sie noch im Eleonore-Sindersberger-Seniorenheim 99. Geburtstag gefeiert, bei dem sie mit Stolz das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten trug.

Als achtes von elf Kindern wurde sie am 25. Februar 1916 im "Weberanwesen" der Eheleute Bruckner in Glaubendorf geboren. Arbeit war von Kindesbeinen an ihr Lebensinhalt, auch nach der Heirat 1943 mit Johann Betz in Döllnitz. Sei es mit der Erziehung der beiden Töchter, der Arbeit in der Landwirtschaft oder auch in der Poststelle, die das Ehepaar Betz im Haus hatte. Als Zusteller unserer Heimatzeitung "Der neue Tag" warb ihr Mann eifrig Abonnenten.

Als diese immer mehr wurden, war es Hans Lochmüller, der Maria Betz dazu brachte, für die Zeitung "Der neue Tag" zu schreiben. 30 Jahre berichtete sie unter dem Kürzel (bz) über die Geschehnisse in Döllnitz, das Vereinsleben und alle besonderen Ereignisse sachlich und stets objektiv.

Zugleich übte sie in der damaligen Gemeinde auch viele Ehrenämter aus. Sie war die erste Ortsbäuerin, die erste Schriftführerin im Pfarrgemeinderat und betrieb zugleich die Agentur des Regensburger Bistumsblattes. Jahrzehnte war sie Mitglied in der Frauengruppe sowie beim OWV und der CSU Leuchtenberg. Auf CSU-Kreisebene und in der CSU-Seniorenunion war sie zugleich auch das älteste Mitglied. Während des Zweiten Weltkriegs war sie ganz auf sich alleine gestellt. Ihr Ehemann kam erst 1947 aus französischer Gefangenschaft heim.

Ein Schicksalsschlag war für sie der Tod ihres Manns 1977. Danach lebte sie im Haus in Döllnitz harmonisch mit Tochter Sieglinde und deren Mann Josef. 2008 begab sie sich auf eigenen Wunsch ins Seniorenheim. Ein großartiges Geschenk war für sie die Geburt der drei Urenkel. Liegen doch fast 100 Jahre zwischen ihnen und der Uroma. Den Töchtern Sieglinde Schärtl und Rosemarie Kubischok sowie deren Familien gilt die Anteilnahme.
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