Trauer um Richard Reisner - Ehrenvorsitzender der Bergknappen
Stets dem Bergbau verbunden

Einer, der wie kein anderer für den Auerbacher Bergbau stand, hat sich auf den Weg zu seiner letzten Schicht gemacht. Richard Reisner verstarb nach langer Krankheit. Der Ehrenvorsitzende des Bergknappenvereins wurde 83 Jahre alt. Am Valentinstag 1931 geboren, wuchs er mit zwei Geschwistern auf. Bereits mit 14 Jahren wurde der junge Auerbacher in das Arbeitsleben entlassen, er begann nach der Volksschule eine Lehre als Elektriker auf Maffei. Damit trat er in die Tradition der Familie ein, Vater und Großvater waren ebenfalls schon im Bergwerk tätig, ebenso seine Onkel.

Im Sicherheitsbüro

Die Verbundenheit mit dem Bergbau begleitete ihn sein ganzes Leben lang. Fünf Jahre war Richard Reisner in der Werkstatt tätig, bevor er als 19-Jähriger erstmals in die Grube fuhr. Dort übte er lange Jahre den harten Beruf des Bergmannes als Hauer aus, bevor er mit 40 Jahren noch einmal eine Weiterbildung machte und sich zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ausbilden ließ. Danach arbeitete er 15 Jahre lang mit einem Ingenieur zusammen im Sicherheitsbüro und kümmerte sich um die Sicherheit der Kumpel unter Tage.

1960 wurde Reisner in den Betriebsrat gewählt, dem er bis 1986 angehörte. Gleichzeitig war Reisner Mitglied in der Bergbauberufsgenossenschaft, gehörte dem Unfallverhütungsausschuss an und der Vertreterversammlung. 21 Jahre führte er den Vorsitz bei den Auerbacher Bergknappen. In seiner aktiven Zeit übte Reisner auch noch das Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden der Bergknappen aus. Und 1978 zog der Richard Reisner für die SPD in den Stadtrat ein. Nach der Zeit im Berg gefragt, sagte Reisner einmal: "Ich würde sofort wieder Bergmann werden. Diese Kameradschaft, die findest du sonst nirgendwo. Egal ob der Bergmann in Auerbach, im Saarland oder im Ruhrgebiet ist, das ist einfach was Besonderes."

Reisner war Ehrenmitglied im Trachtenverein, hat Führungen in der Maximiliansgrotte gemacht. Jetzt hat sich Richard Reisner auf zur letzten Schicht gemacht. Um ihn trauern Ehefrau Betty, Sohn Albert, die Töchter Juliane und Beate sowie vier Enkeln und zwei Urenkel.

Mitglied vieler Vereine

Vermissen werden ihn auch die Sportvereine SV 08 und SC Glückauf, in denen Reisner ebenfalls aktiv war, und nicht zuletzt der Förderverein Maffeispiele, den Reisner bis zuletzt aktiv unterstützte. Der Trauergottesdienst findet am 23. Dezember um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche statt.
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