Treffen alter Bekannter

Josef Rodler (hier noch im gelben Trikot der Hofer) kämpfte in der vergangenen Saison noch gegen Andreas Wendl und die Weidener. Jetzt kickt der Stürmer für die SpVgg SV. Sein Einsatz gegen seinen Ex-Klub Hof am Mittwoch ist aber gefährdet. Bild: G. Büttner

Es ist ein besonderes Wiedersehen: Hofs Trainer Miloslav Janovsky hat eine Vergangenheit am Weidener Wasserwerk. Josef Roder, Neuzugang der SpVgg SV verbrachte zuletzt zwei Spielzeiten bei den Oberfranken.

Weiden. (ssl) Der Takt in der Bayernliga Nord bleibt hoch. Zur Mitte der zweiten englischen Woche geht die Reise der SpVgg SV Weiden am Mittwoch, 5. August, um 19 Uhr zum alten Rivalen SpVgg Bayern Hof. Dort soll im dritten Auswärtsspiel der Saison endlich der erste Sieg eingefahren werden.

Dazu bedarf es aber auch irgendwann einer guten ersten Halbzeit, welche in den ersten beiden Gastspielen gefehlt hat. Deswegen fordert Trainer Tomás Galásek vor allem Konzentration vom Anpfiff weg: " Wir müssen endlich einmal von der ersten Minute an wach sein und von den Fehlern in Regensburg und Bamberg lernen. In dieser Liga wird jede Nachlässigkeit bestraft. Eine gute Halbzeit reicht nicht."

Nach der taktischen Umstellung auf zwei Stürmer und den Einwechslungen von Josef Rodler und Rafael Wodniok kam neuer Schwung mit dem dann verdienten Ausgleich in die Partie. " Wir haben wieder Moral bewiesen und es hat sich unser toller Teamgeist gezeigt", wobei Galásek kein Freund solcher Aufholjagden ist: "Uns muss klar sein, dass wir nicht immer solche Rückstände egalisieren werden. Das kostet auch Kraft, die uns dann vor allem in englischen Wochen fehlen kann."

Ob eine taktische Ausrichtung mit zwei Stürmern von Beginn an eine Option ist, um den Startproblemen Herr zu werden, ließ der ehemalige Bundesligaspieler offen. Überhaupt ist Galásek froh über seinen breiten Kader, um immer wieder in schwierigen Spielsituationen reagieren zu können. Zu diesem stoßen am Mittwoch mit Stefan Graf nach seiner Weisheitszahnoperation und Kapitän Thomas Wildenauer weitere Alternativen dazu. So ist lediglich Josef Rodler fraglich, der angeschlagen ist. Der Stürmer, der am Montag 22 Jahre alt wurde, würde natürlich gerne gegen die Hofer auflaufen, von denen er im Sommer nach Weiden gewechselt ist.

Auf der Grünen Au wartet auf die SpVgg SV eine Hofer Mannschaft, die in den vergangenen Spielen viel Selbstvertrauen tanken konnte. Nach der Auftaktniederlage gegen den TSV Aubstadt folgten drei Siege und spülten die Oberfranken bis auf Platz 5 der Tabelle. Der neue Trainer Miloslav Janovsky, einst Co-Trainer von Gino Lettieri und später auch Cheftrainer zu Regionalligazeiten der SpVgg Weiden, hat nach kurzer Zeit ein Team geformt, dass durch Kampfkraft und läuferischer Stärke besticht. Vor allem sollte das Hauptaugenmerk der Weidener Defensive auf den momentan Führenden der Torjägerliste, Martin Holek (4 Tore), gelegt werden.

Gelingt es den Oberpfälzern diesen an die Kette zu legen und auch vor einer sicher stattlichen Kulisse der Zweikampfstärke der Hofer entgegenzuwirken, kann an die Erfolge der letzten Spielzeit angeknüpft werden. Dort nämlich gewann die Wasserwerk-Elf beide Partien gegen Hof mit 1:0. Grundlage war jeweils eine solide und konzentrierte Leistung vor der Pause und ein Tor in Hälfte zwei.
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