Trend "weg von Plastik"

Thomas Geißler (Siebter von links) und Michael Fersch (Zehnter von links) führten die Stadträte, Bürgermeister Peter Lehr (Elfter von rechts) und Ehrenbürger Vinzenz Dachauer (Siebter von rechts) durch das Novem-Werk und informierten sie über aktuelle Entwicklungen. Bild: rn

Es war ein besonderer Tag für Vinzenz Dachauer: Der Stadtrat nahm ihn zu einer Besichtigung des Novem-Werks mit. "Das war ein Gang durch mein ehemaliges Reich, in dem ich die besten 30 Jahre meines Lebens verbracht habe", sagte Dachauer danach.

Als europaweit einziges Aluminiumwerk, das Zierteile aus Drahtgewebe und Aluminium für den Innenausbau von Automobilen fertigt, stellte sich der Betrieb den Besuchern vor. Michael Fersch, "Operations Director Deutsche Werke", empfing mit seiner Führungsmannschaft die Kommunalpolitiker.

"Wir sind noch im Aufbau und suchen händeringend Mitarbeiter in allen Bereichen, besonders Elektriker", lautete seine erste Botschaft. Fersch berichtete von 30 neuen Mitarbeitern in jüngster Zeit und sicherte weitere Einstellungen in gleicher Größenordnung in Bälde zu.

Einen groben Überblick über die "Novem Car Interior Design Metalltechnologie GmbH" vermittelte Technischer Produktmanager Thomas Geißler. Diese sei Marktführer und weltweit als Entwickler, Anbieter und Systemlieferant qualitativ hochwertiger Zierteile und dekorativer Funktionselemente für den Innenraum von Automobilen aktiv. Abnehmer seien Unternehmen wie Audi, BMW, Mercedes, Porsche, Toyota, VW und Volvo; Schwankungen bei den Bestellungen könnten daher problemlos abgefangen werden.

An den weltweit zwölf Standorten - darunter USA, Honduras und Mexiko - beschäftige Novem zirka 4500 Mitarbeiter. In Eschenbach seien zirka 300 Mitarbeitern im Bereich hochwertiger Oberflächentechnologie tätig. Geißler stellte die Fertigungsstufen vor - von Entwicklung über Sieb- und Walzdruck, Bürsten und Schleifen bis hin zu Ätzen, Eloxieren und Lackieren - und ging auf die im Fertigungsprozess angewandten Technologien ein. "Wir betreiben viel Entwicklung im eigenen Haus", versicherte er und sprach von einem weltweiten Trend "weg von Plastik, hin zu anspruchsvollem Design". Dieser sichere den Standort Deutschland.

Die "sehr hohe Loyalität aller Beschäftigten" lobte Michael Fersch: "Andernorts ist dies nicht so." Informationen zur handwerklichen und dualen Ausbildung ergänzte er mit der Aussage: "Die Fluktuation im Werk ist gleich null."

Beim Rundgang durch die Produktionshalle bot sich den Stadträten ein Blick auf die hochtechnisierten und automatisierten Anlagen sowie den Robotereinsatz. Bei der Abschlussrunde mit Imbiss bedankte sich Bürgermeister Peter Lehr mit kleinen Präsenten für die Einblicke und Erkenntnisse über die Struktur des Werks. Erfreut vernahmen die Novem-Führungskräfte seine Ankündigung, dass "das Hochleistungsinternet bis Ende Oktober kommt".
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