Tribünendach fehlt auch als Akustik-Segel

Beim ersten Treffen des "Hussenkrieg"-Ensembles informierte zweite Bürgermeisterin Margit Reichl über die erhebliche Kostensteigerung bei der neuen Überdachung der Burghof-Tribüne (wir berichteten ausführlich). Der durch die Stadt mittlerweile eingeschaltete Anwalt halte einen Rechtsanspruch gegenüber der beauftragten Ludwig Ortmeier GmbH grundsätzlich für gegeben. Die Stadtverwaltung habe der Firma nochmals die Chance zum Einlenken eröffnet. "Der gesamte Stadtrat hätte gerne ein neues Dach gesehen", stellte Reichl heraus. Doch müsse der Neubau auch finanziell vertretbar bleiben. Wie berichtet, waren die ursprünglich erwarteten Gesamtkosten von rund 100 000 Euro auf mittlerweile etwa 180 000 Euro gestiegen.

Nach Aussage der zweiten Bürgermeisterin werde sich die Stadt bei anderen Festspielen, die ohne Überdachung inszeniert werden, erkundigen, wie dort eine eventuelle Preiserstattung bei Abbruch oder gar Ausfall einer Aufführung wegen Schlechtwetter gehandhabt wird. Regisseur Nikol Putz versicherte, dass das Ensemble auch ohne Zeltdach wieder eine gute künstlerische Arbeit leisten werde, brachte aber auch sein Unverständnis über die Hängepartie beim geplanten Neubau zum Ausdruck. Sein mehrfaches Angebot an die Stadtverwaltung, bei der Planung des künftigen Dachs mit zur Verfügung zu stehen, sei bisher ignoriert worden. Unter anderem sei wichtig, dass die neue Konstruktion auch die bisherigen Sichtlinien einhalte, damit das Geschehen auf der Bühne von allen Plätzen gut verfolgt werden kann.

Putz ergänzte, dass das Dach als "Klang-Segel" auch für die Akustik im Burghof bedeutend sei - "da fehlt es noch mehr als der Schutz vor Regen". Er betonte aber, dass sich das Ensemble bei der Probenarbeit nicht vom fehlenden Dach ablenken lassen werde.
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