"Trio Z'sammg'stimmt" geht in der Pfarrkirche St. Marien mit einer eindrucksvollen Bandbreite ...
Sternstunde im Kerzenschein

Eine stimmungsvolle musikalische Sternstunde erlebten die zahlreichen Zuhörer beim Adventssingen des "Trios Z'sammg'stimmt". Die barocke Pfarrkirche St. Marien erstrahlte in warmem Licht. Schon beim Betreten des Gotteshauses tauchten die Besucher in eine ganz besondere Stimmung ein. Das Kirchenschiff war ausschließlich mit Kerzen erleuchtet.

Dazu passend eröffneten die drei Sängerinnen Ulrike Schwab, Rita Gleißner und Resi Lorenz ihr Adventsingen mit dem Lied "Dunkel ist's" und der Bitte "Komm, Herr Jesus, schenk uns Licht, das die Dunkelheit durchbricht". Anschließend wurde die erste Kerze am Adventskranz entzündet.

Hohes Niveau

Mit dem a capella gesungenen "Tauet Himmel" aus der Steiermark stellten die drei Akteurinnen gleich zu Beginn ihr anspruchsvolles, musikalisches Niveau eindrucksvoll unter Beweis. Pfarrer Arnold Pirner begrüßte die Gäste, darunter viele von auswärts. "Das Herz möge aufgehen und offen werden für die Ankunft des Erlösers." Die drei Sängerinnen beeindruckten ihr Publikum durch den harmonischen, ausgewogenen Zusammenklang ihrer klaren und ausdrucksstarken Stimmen, mit lupenreiner Intonation und lebendiger Dynamik.

Andächtig lauschten die Zuhörer den zu Herzen gehenden, adventlichen Weisen aus dem Alpenraum. Es war mucksmäuschenstill in der Kirche. Das "Trio spannte thematisch den Bogen vom Warten auf den Messias im Alten Testament über die Verkündigung an Maria durch den Engel Gabriel, die Reise nach Bethlehem und die Herbergssuche von Maria und Josef. Dazu gesellten sich besonders stimmungsvolle Winterlieder.

Pfarrer Pirner trug passend zu den einzelnen Themen mundartliche Texte vor, die das Publikum zum Nachdenken anregten. Die Musikerinnen bewiesen nicht nur gesanglich, sondern auch instrumental eine große Vielseitigkeit. Gleißner begleitete die Lieder abwechselnd mit Zither und Gitarre und bereicherte das abwechslungsreiche Programm durch gefühlvoll und weich vorgetragene Melodien auf der Zither.

Zwei Hirtenweisen

Etwas Besonderes hatten sich die drei Frauen mit zwei Hirtenweisen aus dem Chiemgau einfallen lassen, die Gleißner und Schwab teils getragen, teils freudig beschwingt im Blockflöten-Duett zum Klingen brachten. Lorenz begleitete auf der Gitarre.

Als nach gut einer Stunde der letzte Ton des Liedes "Werst mei Liacht ume sein" leise verklungen war, spendete das Publikum stehenden Beifall und erreichte so noch zwei Zugaben. Mit dem Lied "Es wird ein Stern aufgehen" entließ das Trio die Besucher auf den romantisch erleuchteten Kirchplatz, wo sie auf dem Adventsmarkt der Ministranten bei einem Glühwein ihre Eindrücke nachwirken ließen. Die Spenden von 532 Euro gehen an die Flüchtlingshilfe der Caritas.
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