Trockene Zahlen, flotte Weisen

Groß war der Kreis der Zuhörer, die in die Aula der Markus-Gottwalt-Schule zur Bürgerversammlung gekommen waren. Bild: rn

Rund fünf Millionen Euro: So viel investierte die Stadt Eschenbach. Etwa eine Million davon sollen aus Fördermitteln fließen. Die Schulden betragen 1,262 Millionen Euro. Diese Zahlen stellte Bürgermeister Peter Lehr bei der Bürgerversammlung vor.

Zahlen, Statistiken und Informationen bot Bürgermeister Peter Lehr in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule den etwa 120 Teilnehmer der Bürgerversammlung. Die Stadtkapelle begleitete den Abend mit böhmischen Weisen.

Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, dass der Stadtrat in 17 Sitzungen Eschenbach "ein Stück vorangebracht" habe. Er erinnerte an die Telefonumfragen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept, bei der viele Befragten den Rückzug von Einzelhandel und Gaststätten aus der Innenstadt beklagt haben. "Lassen Sie uns gemeinsam unsere Geschäftswelt und die Gastronomie durch Einkäufe und Konsum am Ort unterstützen und damit deren Existenz sichern", appellierte Lehr.

Menschen im Mittelpunkt

Seine Rückschau begann er mit dem "Jahr der Veranstaltungen". Dieses enthielt das bunte Treiben beim Faschingszug, die Besiegelung der Partnerschaft mit der amerikanischen Luftlandeeinheit 1-91, die Feier zum Städtepartnerschaftsjubiläums, die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses, das Bürgerfest, den Musikantenstammtisch und den Rathaussturm.

Zahlreiche Eschenbacher nahmen Ehrungen entgegen. Für den Bürgermeister war 2014 daher auch ein "Jahr der Menschen". Als Vertreter aller, die hervorragende Leistungen erbracht haben, nannte er die erfolgreichen Sportler, die sieben Brandschützer, die das Feuerwehrehrenzeichen erhielten, und Brigitte Metzner, die nach 50 Jahren Engagement mit dem Sozialpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde. Zu dem Personenkreis zählte Lehr auch die Stadt- und Kreisräte Fritz Betzl, Peter Hübl, Klaus Lehl und Willi Trummer, denen die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze verliehen wurde. Mit der Kommunalen Dankurkunde wurden die Verdienste von Hans Bscherer, Karl Lorenz und Stephan Prösl gewürdigt.

Fester Bestandteil von Bürgerversammlungen sind Statistiken. Der Bürgermeister begann mit den Angaben aus dem Standesamt zu den Geburten: 52 im Jahr 2010, 35 im Jahr 2011, 29 im Jahr 2012, 30 im Jahr 2013 und 37 im vergangenen Jahr. Gleichzeitig wurden 43, 41, 59, 76 beziehungsweise 54 Todesfälle registriert. Angesichts der niedrigen Geburtenzahlen erklärte Lehr, die Stadt könne nur ansprechende Rahmenbedingungen für junge Familien schaffen .

Große Schwankungen

Bei den seit 2009 stetig ansteigenden Zuweisungen aus der Einkommensteuer - 1,813 Millionen Euro waren es im Jahr 2014 - sah das Stadtoberhaupt einen Zusammenhang mit sicheren Arbeitsplätzen und niedriger Arbeitslosenquote. Die Höhe der Gewerbesteuer sei dagegen schwer zu planen.

Als Beispiel nannte er die Einnahmen in den Jahren 2012 bis 2014: erst 2,702 Millionen Euro, dann nur 298 833 Euro und schließlich 2,621 Millionen Euro. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass wegen des Systems der Kreisumlage ohnehin nur etwa ein Drittel bei der Stadt bleibe. Erfreut zeigten sich die Zuhörer über die Entwicklung der Pro-Kopf-Verschuldung. Diese fiel seit 2007 kontinuierlich - von 580 auf aktuell 327 Euro.
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