Trockenzeit endlich vorbei

Als erste Badegäste ließ Landrat Andreas Meier (ganz links) Hermann Lins, Franz Wiesneth und Gerlinde Kohl (von links) ins Hallenbad. Bilder: rn (3)

Nach fast zweijähriger Sanierung steht die Schwimmhalle am Gymnasium der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Für den Landkreis ging mit dem Abschluss der 4,8 Millionen Euro teuren Maßnahme eine seiner größten Baustellen zu Ende.

Eschenbach. (rn) Bei der offiziellen Freigabe zog Landrat Andreas Meier ein positives Fazit. Für ihn ist das generalsanierte Hallenbad Eschenbach "ein Musterbeispiel für eine sinnvolle und nachhaltige Investition für die Zukunft der Schulen". Ebenso sah er in dem Projekt eine Verbesserung der Infrastruktur für Freizeit und Erholung.

Kommunalpolitiker, Schulleiter und viele am Bau Beteiligte gaben sich am Dienstag im Foyer der Schulschwimmhalle ein Stelldichein. Sie nutzten die Gelegenheit, den sanierten Umkleide- und Schwimmbereich sowie die Technik im Untergrund zu begutachten.

Meier begründete die Maßnahme mit "starken Bauwerksschäden und Mängeln in den technischen Anlagen". Um das Gebäude für die Zukunft zu erhalten und den Fortbestand zu sichern, sei die Generalsanierung "längst überfällig und notwendig" gewesen. Der Landrat räumte ein, dass sich seit Beginn der Rückbauten und dem damit verbundenen Ausbau der kompletten Technik und Lüftung im November 2013 immer wieder neue, nicht vorhersehbare Probleme ergeben haben.

Qualität vor Zeitplan

Saubere und qualitativ hochwertige Arbeiten seien wichtiger gewesen als ein sportlicher Zeitplan oder eine Punktlandung. Trotz des bereits nach den Osterferien aufgenommenen Schwimmunterrichts habe es sich der Landkreis nicht nehmen lassen, noch zu einer Wiedereröffnungsfeier zu laden. Anerkennung sprach Meier der Umsetzung hoher architektonischer, energetischer und sanitärer Ansprüche aus. In der Dampfgrotte sah er ein "kleines Zuckerl".

"Keine Stunde im Leben, die man mit Sport verbringt, ist verloren." Mit dieser Aussage des britischen Staatsmanns Winston Churchill bekräftigte Reinhold Demleitner das Bestreben des Freistaats, den Schwimmunterricht an Schulen zu fördern und zu unterstützen. Der Vertreter der Bezirksregierung beklagte die besorgniserregende Zunahme von Nichtschwimmern, der es entgegen zu wirken gelte. In der Sanierungsmaßnahme des Landkreises sah er die Möglichkeit, den umliegenden Schulen und der Bevölkerung weiterhin den erforderlichen Schwimmunterricht anbieten zu können. Der Regierungsrat freute sich, dass der Freistaat mit Fördermitteln aus dem Finanzausgleichsgesetz mit 1,5 Millionen Euro wesentlich zum Gelingen dieser Baumaßnahme beitragen konnte.

Von einem krönenden und würdigen Abschluss der Baumaßnahme, "der einzigen und richtigen Entscheidung", sprach Josef Schöberl. In seiner Rückschau verheimlichte der Architekt nicht "so manchen Ärger während der Bauzeit und eine Überraschung nach der anderen". Den Grund dafür fand er in der schlechten Bausubstanz aus den 1970er Jahren. Trotz all dieser Schwierigkeiten überrasche "das Ergebnis doch alle positiv". Er gab Einblicke in die Phasen der Sanierung, durch die ein "Highlight in der Schullandschaft Eschenbach und über die Region darüber hinaus" geschaffen wurde. Ein besonderes Augenmerk sei auf die Ertüchtigung beziehungsweise Erneuerung der kompletten Gebäudetechnik gelegt worden, versicherte der Architekt. Oberstes Ziel sei stets gewesen, Energie einzusparen. Das Gebäude entspreche den neuesten Anforderungen der Energieeinsparungsverordnung.

"Einmaliges geschaffen"

"Der Landkreis hat mit der Generalsanierung und der Erneuerung des Bades und dem nachhaltigen Planungskonzept etwas Einmaliges und Großartiges geschaffen, das seines Gleichen suchen muss", resümierte Schöberl Für die hervorragende Zusammenarbeit dankte er bei den Repräsentanten des Landratsamtes, beteiligten Fachplanern, der Regierung, dem Gymnasium und Schwimmmeister Markus Röhrer.

Zum Abschluss der offiziellen Zeremonie überreichte Schöberl an Landrat Meier einen kunstvoll gestalteten Schlüssel. Im Eingangsbereich durchschnitten sie gemeinsam ein weißblaues Band. Mit Gerlinde Kohl, Franz Wiesneth und Hermann Lins hieß der Landkreischef die ersten Badegäste willkommen.
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