Trost und Mut ganz rhythmisch

Christliche Botschaft, verpackt in die Sprache von heute und eingebettet in moderne Musik - dieses Konzept ist in der Kirche gut aufgehoben. Die Pechbrunner Band "Saitenstrom" lieferte den Beweis.

Der Erlös des Benefizkonzerts ist für die neue Heizung in der Friedenskirche gedacht. Leider ließ die Resonanz der Zuhörer etwas zu wünschen übrig. Doch Monika Schmiedel (E-Piano), Andrea Bauer (Rhythmusgitarre, Gesang, Querflöte und Oboe), Evi Protschky (Lead-Gitarre, Gesang), Julia Schmiedel (Gesang, Saxofon, Violine, Bass), Johannes Schmiedel (Schlagzeug), Dr. Kirsten Schmiedel (Bass, Gitarre) und der Mann am Mischpult legten sich auch für weniger Publikum ins Zeug. Die sechs Musiker boten ein ausgezeichnetes Konzert und erhielten für ihre Darbietungen großen Beifall.

Pfarrerin Julia Wappmann aus Marktredwitz dankte der Band für ihre Bereitschaft, die finanzielle Belastung der Kirchengemeinde für die Heizung etwas zu lindern. Der Name "Saitenstrom" solle deutlich machen, dass man ein wenig vom Hauptstrom abweichen und etwas andere Wege gehen wolle, interpretierte die Pfarrerin. Ein Teil des Repertoires bestehe aus Liedern der Kölner Band "Ruhama", die unter ihrem Motto "Den Glauben neu singen" seit über 25 Jahren mit modernen Texten und Musik für eine ökumenische Kirche eintritt. "Ruhama" stehe somit für Lieder, die über alle Konfessionsgrenzen hinweg in Deutschland gesungen werden, betonte Wappmann.

Das gemeinsame Lied "Da berühren sich Himmel und Erde" leitete zum Konzert über. Im ersten Block "Verbindungen zwischen Erde und Himmel" erklang das Mutmachlied "Leben ist ein Geschenk", das den Frauen und Männern der Schwangerenberatung "Donum vitae" gewidmet ist und beim ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin entstand. "Alleluja, du bist der Weg" und das Gloria-Lied "Himmelwärts" schlossen den ersten Teil ab.

Der zweite Block war mit den Worten "Vertrauen zu Gott" überschrieben. "Und haben die Liebe nicht" griff das Hohe Lied der Liebe aus dem ersten Korintherbrief auf. Nach "Gott können wir vertrauen" erklang "Keinen Tag soll es geben", ein Lied, das zu den bekanntesten der Band zählt.

Schließlich sangen "Saitenstrom" unter der Überschrift "Biblische Gesänge und Leben als Christ" einen zeitgemäßen Lobpreis Marias "Und meine Seele singt" nach dem Magnificat aus dem Lukas-Evangelium und "Halleluja" von Leonard Cohen, allerdings in der Osterversion, die den Weg Jesu von der Kreuzigung bis hin zur Auferstehung zeigt. Es folgte "Alles ist möglich", ein Lied zur Besinnung, vor allem dann, wenn der Mut zur Veränderung fehlt. Den Abschluss des offiziellen Teils machte "Ins Weite", ein Trostlied für schwierige Zeiten.

Die verbindenden Worte sowie Hintergrundinfos steuerte Pfarrerin Julia Wappmann bei. Sie dankte der Band für den ausgezeichneten Auftritt und überreichte ein kleines Geschenk. Der Beifall zeigte, dass auch die Zuhörer restlos zufrieden waren, was die Musiker zu drei Zugaben animierte.
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