Trotz Nullnummer der Weidener eine rassige Partie in Aschaffenburg
SpVgg SV nimmt Punkt mit

Weiden. Der Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden bleibt weiter vorne dabei und im zweiten Topspiel in Folge ohne Niederlage. Nach dem 1:0-Sieg vor einer Woche beim Spitzenreiter SpVgg Jahn Forchheim holte sich die Mannschaft von Trainer Christian Stadler am Freitagnachmittag vor 884 Zuschauern beim Tabellendritten SV Viktoria Aschaffenburg in einer hochklassigen Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten ein verdientes 0:0 (0:0).

"Wir gehen davon aus, dass die Gastgeber von Anfang Druck machen werden, deshalb müssen wir trotz der langen Anreise ab der ersten Minute hochkonzentriert sein", sagte Stadler noch vor der Partie. "Auch wir wollen der Begegnung unserem Stempel aufdrücken und unser System durchziehen", gab er als taktische Marschroute vor.

Erstmals gegeneinander

Es war übrigens eine Premiere für beide Teams, die in ihrer Vereinsgeschichte bislang noch nie aufeinander getroffen waren. Denn die Viktoria, vor den Toren der Mainmetropole Frankfurt an der Grenze zu Hessen beheimatet, spielt erst seit der Saison 2012/2013 unter dem Dach des Bayerischen Fußball-Verbandes. Vorher maß sie sich Jahrzehnte mit der hessischen Konkurrenz. Zudem standen sich im Schönbusch-Stadion die zweitbeste Offensive der Liga, die die Aschaffenburger besitzen, und die beste Defensivreihe, die der SpVgg SV gehört, gegenüber.

Aschaffenburg war zunächst stärker und hatte drei gute Möglichkeiten. Auf der Gegenseite brachten die Schwarz-Blauen in der ersten Viertelstunde nicht wirklich etwas Zählbares zusammen. Meistens waren die Pässe nach vorne zu ungenau, so dass sie entweder ins Aus gingen oder eine Beute der ebenso gut gestaffelten SV-Defensive wurden. Die erste wirklich nennenswerte Möglichkeit hatte die Stadler-Elf nach einer Standardsituation in der 19. Minute. Bei einem Freistoß stieg Egeter am höchsten, der SpVgg SV-Angreifer setzte seinen Kopfball jedoch ein wenig zu hoch. Der Weckruf für die Oberpfälzer, die in der Folgezeit endlich in ihr Spiel fanden. Glück hatten sie in der 21. Minute, als Florian Pieper im eigenen Strafraum in die Zange genommen wurde, dies aber vom sicher leitenden Referee Christopher Schwarzmann nicht geahndet wurde. Im unmittelbaren Gegenzug setzte die SpVgg SV den Ball aus zwei Metern über das SV-Tor - das hätte die Führung sein müssen

Im Minuten-Takt ging es mit sogenannten "Hundertprozentigen" auf beiden Seiten weiter: Friedrich Lieder (29./33.) für die SpVgg SV sowie Pieper (30.) und Schnitzer (35./36.) hatten jeweils die Führung auf dem Fuß.

Auch in der zweiten Hälfte ein unverändertes Bild: Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts, kämpften um jeden Zentimeter und sorgten so für ein Spitzenspiel, das dieser Bezeichnung vollkommen entsprach. Bis knapp 20 Minuten vor Schluss neutralisierten sich die Kontrahenten dann weitestgehend, ehe Daniele Toch (69.) für Aschaffenburg und Egeter (70.) mit ihren Versuchen die spannende Endphase einläuteten.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.