Trotz Pleite dürfen sich die HSG-Jungs freuen

Nabburg. (kum) Die Handballer der HSG Nabburg-Schwarzenfeld empfingen zum letzten BOL-Spiel der Saison die Routiniers der OG Erlangen, die nahezu in Bestbesetzung angereist waren. Das ursprüngliche Vorhaben, die sehr gute Saison mit einer entsprechend guten Leistung zu beenden, gelang den Einheimischen dabei nicht. Am Ende mussten sie sich der deutlich reiferen Spielanlage der Gäste beugen und verloren auch in der Höhe verdient mit 25:31.

Von Beginn an waren es eher die Franken, die eine klare Linie erkennen ließen und damit den Spielrhythmus vorgaben: Mit den Münch-Brüdern - beide haben Zweitligaerfahrung, Georg Münch war sogar einmal Juniorenweltmeister - und Roßner boten die Erlanger einen wurfgewaltigen Rückraum auf, der mit raffinierten Kreisanspielen auch spielerisch zu gefallen wusste. "Sie hatten nicht nur die Mittel, sondern setzen diese auch clever ein", lobte HSG-Coach Daniel Kessler den Gegner. Sein Team hatte in vielen Phasen keine Idee, die gut organisierte OG-Defensive zu knacken. Sie versuchten es oft auch gar nicht, den Riegel zu knacken, wie HSG-Vorstand Christian Liebl feststellte: "Der wohl größte Unterschied war, dass die Erlangener geduldig kombinierten, bis sich eine Chance geboten hat. Wir wollten unsere Tore zu schnell und ließen uns zum Teil zu unvorbereiteten Würfen aus dem Rückraum verleiten. Ärgerlich, dass wir in der letzten Partie einer spielerisch sehr starken Saison das Niveau nicht halten konnten. Das soll die Leistung in den Spielen zuvor aber nicht schmälern."

Am Ende stand ein deutliches 25:31 in einem Spiel, in dem es um nichts mehr ging. Vielleicht fehlte daher auch ein wenig der Biss, den es vielleicht gebraucht hätte, um der Erfahrung der OG etwas entgegenzusetzen. Doch auch der sonst eher kritische Trainer Daniel Kessler wollte sich das Fazit einer gelungenen Saison nicht vermiesen lassen: "Wir stehen am Ende auf einem sensationellen fünften Platz, den wir vor Saisonbeginn definitiv nicht erwarten konnten. Und das mit einem echt schön anzusehenden Handball. Ich zolle meinen Spielern großen Respekt."

HSG-Tore: Schießl 5, Schanderl 5, Held 4/1, Kiener 4, Spiller 2, Zeissner 2, Blödt 1, Forster 1, Kübler 1
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.