TSV Kirchenlaibach ringt Quelle Fürth mit 4:3 nieder
Kampfgeist belohnt

Fabian Sendelbeck setzte aus Kirchenlaibacher Sicht den Schlusspunkt und erzielte den vierten TSV-Treffer beim 4:3 über die SG Quelle Fürth. Bild: A. Schwarzmeier
Kirchenlaibach. (lai) Der TSV Kirchenlaibach meldet sich im Abstiegskampf der Landesliga Nordost zurück. Mit 4:3 wurde in einem jederzeit spannenden Spiel die favorisierte Mannschaft von Quelle Fürth absolut verdient bezwungen. Dabei waren die Hausherren mit einer Notelf angetreten. Eigler, Grüner, Lauer, Knappe und andere Spieler standen nicht zur Verfügung. Obendrein verletzte sich beim Aufwärmen vor dem Spiel Hiery. Nitschke musste ihn kurzfristig von Beginn an vertreten.

Bereits in der Abtastphase gab es Möglichkeiten für beide Seiten. Der TSV versteckte sich nicht und wurde in der 23. Minute belohnt, als Nitschke eine Nachlässigkeit von Hutter energisch ausnutzte und die Hausherren in Führung brachte. Kurz danach eröffnete sich für den allein vor dem Tor auftauchenden Hader die Großchance zum Ausbau der Führung. Die hochmotiviert agierenden Fürther wurden nun zwar offensiver und brachten die TSV-Abwehr gelegentlich ins Schwimmen, doch die Hausherren lauerten auf Konter. Ihre spielerischen Defizite glichen die Kirchenlaibacher durch vorbildlichen Einsatz aus. Lange Bälle nach vorne waren die Devise.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dominierten die Gäste und erzielten nach einer Ecke den Ausgleich. Es schien eine Frage der Zeit, ehe Fürth gegen die nun partiell verunsicherten Hausherren in Führung gehen würde, doch es kam anders. Nach einer Energieleistung von Kapitän Sendelbeck köpfte Hader dessen Flanke zum 2:1 ins Tor. In der 69. Minute sah Olpen berechtigterweise Rot, da er einen unweigerlich die Linie überschreitenden Ball mit der Hand abwehrte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Garcia sicher.

Aber auch in Unterzahl steckte Kirchenlaibach nicht auf. Vier Minuten nach dem Ausgleich leitete der kurz zuvor eingewechselte Kasprowiak in seiner ersten Spielhandlung den Ball zu Hader weiter, der damit in den Strafraum zog und das 3:2 erzielte. Eine Viertelstunde vor Spielschluss gab es noch mehr Platz auf dem Spielfeld, denn Diesner sah nach einem üblen Foul an Hader die Rote Karte. Es folgte ein offener Schlagabtausch, der allerdings keine hohe Fußballkunst bot. Das Spiel wurde ruppiger, statt schöner Spielzüge sah man meist nur noch wildes Gebolze.

In den allerletzten Spielminuten überschlugen sich die Ereignisse. Erst erhöhte Kapitän Sendelbeck nach einer weiteren Unkonzentriertheit der Quelle-Abwehr zum befreienden 4:2, dann lenkte Kirchenlaibachs Höreth den Ball unglücklich ins eigene Netz. Mit der gezeigten Einstellung wird dieser Sieg nicht der letzte für den TSV Kirchenlaibach bleiben. Die realistische Chance auf den Klassenverbleib ist noch lange nicht vertan.
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