Tuckern und staunen

139 mühevoll restaurierte Maschinen gehörten zur Ausstellung. Über ihre Geschichte und technischen Daten gaben die jeweiligen Besitzer bereitwillig Auskunft.

Nicht nur die Temperaturen erreichten Rekordwerte, auch die Besucherzahl klettere auf eine neue Höchstmarke. Gut 700 Gäste lockte das Oldtimer-Traktorentreffen der Feuerwehr an, auch wenn es für sie etwas weniger als im Vorjahr zu sehen gab.

Das zweitägige Gartenfest der Brandschützer entwickelt sich zusehends zum Stelldichein von Liebhabern und Besitzern alter Zugmaschinen sowie Freunden guter Hausmannskost. Zum Auftakt trafen sich am Abend Ü-30er, Ortsbewohner und ihre Gäste zum Festauftakt zu einer Plattenparty mit DJ Alberto im Festzelt

Am folgenden Tag hatte die Wehr alle Traktor-Besitzer und Schaulustige zum 13. Oldtimer-Bulldogtreffen eingeladen. Zudem zogen der Frühschoppen ab 10 Uhr, der Mittagstisch ab 11 Uhr und die reich gedeckte Kaffee-Kuchentafel am Nachmittag unzählige Genießer an.

Bei Bilderbuchwetter tuckerten am Vormittag die stolzen Besitzer mit ihren nostalgischen Gefährten aus allen Himmelsrichtungen nach Oberwappenöst. 139 liebevoll restaurierte Oldtimer, elf weniger als im Vorjahr, reihten sich auf dem Festplatz am Feuerwehrgerätehaus in die Ausstellung ein. Gerne gaben die Besitzer über ihre Fahrzeuge Auskunft - über technische Daten, Herkunft und Restaurierung. Sie trafen sich zum Fachsimpeln beim Gang durch die Ausstellung, vor und im Zelt. Die meisten Schlepper stammten aus den 1950er und 1960er Jahren. Als kleines Dankeschön belohnte der Ausrichter die Teilnehmer mit einem kostenlosen Mittagessen aus der Feldküche, einem Getränk und einer Teilnahmeurkunde.

Die größte Traktorgruppe stellte die Ortschaft Zinst. Ältestes Fahrzeug war ein Fendt-Traktor der Reihe Dieselross aus dem Jahr 1937, das sich Nachmittag dem Korso anschloss.

Groß aufgekocht hatte die Dorfgemeinschaft wieder zu Mittag. Krustenbraten mit Kartoffelsalat, Sau am Spieß mit Knödeln sowie Steaks und gegrillter Bauch standen auf der Speisekarte. Am Ende meldeten die Köche "ausverkauft". Die Maibaumfreunde Oberwappenöst hatten zudem den Backofen angeschürt. Frisches Holzofenbrot und Zwiebelkuchen fanden wie auch der mit vielen selbst gebackenen Küchln, Kuchen und Torten reich gedeckte Kuchentisch ihre Abnehmer. Insgesamt gingen 500 warme Essen, 70 Zwiebelkuchen, 40 Torten, 400 Küchln und 150 Laib Brot an die Besucher.

Dazu zeigte Schmiedemeister Georg Sieber seine Kunst am Schmiedefeuer und Peter Wegmann seine selbsterzeugten Holzartikel. Am Abend klang das Gartenfest im Festzelt in gemütlicher Runde aus.
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