Tumultartige Szenen zum Schluss

Die SpVgg SV Weiden bleibt auf Erfolgskurs. Allerdings geriet das Sportliche gegen Ende der Partie in Hof ins Hintertreffen. Es spielten sich einige unschöne Szenen ab.

Hof/Weiden. Die SpVgg SV Weiden bleibt auch im achten Spiel in Folge in der Fußball-Bayernliga ohne Niederlage. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg beim Regionalliga-Absteiger SpVgg Bayern Hof bauten die Schwarz-Blauen nach der gleichzeitigen Aschaffenburger Niederlage in Amberg ihre Tabellenführung aus.

Fünf Siege und drei Unentschieden - und das alles größtenteils gegen die Spitzenteams der Liga: Die Bilanz der Weidener in den letzten Wochen ist eindrucksvoll. Gekrönt wurde sie jetzt noch in Hof. Allerdings spielten sich gegen Ende der Partie ab unschöne Szenen ab, als nach einem harten Foul von Harald Fleischer an Benjamin Burger die Emotionen überkochten. Danach gerieten Fleischer und Ralph Egeter aneinander. Wobei der Hofer dem Weidener im wahrsten Sinne des Wortes "an die Gurgel ging" und Egeter diesen in dem Gerangel, in das die Auswechselbanken beider Klubs involviert waren, wegstieß. Referee Steffen Ehwald schickte daraufhin beide in der 91. Minute vom Platz.

"Glücklichere Elf"

"So gefordert hat uns noch keine Mannschaft in dieser Liga", sagte Weidens Trainer Stadler nach dem Schlusspfiff. Sein Kollege Faruk Maloku betonte, dass sein Team alles daran gesetzt hätte, siegreich vom Platz zu gehen. "Am Ende aber war der Tabellenführer die glücklichere Elf", so der Coach der Hofer.

Wie vom Weidener Coach angekündigt agierten die Gäste vom Anpfiff weg hochkonzentriert und offensiv eingestellt, sahen sich aber einer engagierten Hofer Elf gegenüber, die das 0:1 aus dem Hinspiel wieder wett machen wollte. Die Gastgeber störten durch ihr aggressives Forechecking den Spielaufbau der SpVgg SV, die damit enorme Schwierigkeiten hatte. "Wir haben von Beginn an alles daran gesetzt, die Qualität des Weidener Spieles zu zerstören", so Maloku. Dies gelang, zumal Christian Schraps SpVgg-SV-Spielmacher Friedrich Lieder kaum Entfaltungsmöglichkeiten ließ. Nach rund 20 Minuten hatten die Oberfranken die erste Möglichkeit. Bei einem Konter über Daniel Gareis und Lukas Papadolpoulos scheiterte Fleischer am heranstürmenden Johannes Kohl (21.). Nur 60 Sekunden später fand Gareis im erneut überragend haltenden SpVgg-SV-Keeper Domini Forster seinen Meister. Auf der Gegenseite prüfte Weidens Johannes Scherm Hofs Schlussmann Jiri Bertelmann.

In der Folgezeit schenkten sich beide Mannschaften nichts, aber mit zunehmender Dauer leisteten sich die Gäste immer mehr Fehler. "Wir haben förmlich um den Führungstreffer der Hofer gebettelt", kritisierte Stadler. Der fiel dann auch: Papadopoulos marschierte in den Weidener Strafraum, ehe Forster zur Ecke klärte. Diese landete auf dem Kopf von Benjamin Bucksch, der Ball war im Weidener Tor. Allerdings soll, so der Referee, der Hofer Angreifer dabei ein Offensivfoul begangen haben, so dass der Treffer aberkannt wurde.

In der Kabine hatte SpVgg-SV-Trainer Stadler offenbar deutliche Worte gefunden, denn seine Elf trat in der zweiten Halbzeit eines Spitzenreiters würdig auf und nutzte eine der wenigen Möglichkeiten eiskalt zur Führung. Thomas Schneider bediente Michael Riester auf der halbrechten Seite, der Hofs Torwart Bertelmann umkurvte und flach ins linke untere Eck einschob (48.).

Hof bemühte sich in einer an Härte zunehmenden Partie und hatte die beste Chance durch einen Pfostentreffer von Papadopoulos (58.). Hier hätte die Maloku-Elf den Ausgleich verdient gehabt, doch es gelang ihr im weiteren Verlauf nicht mehr, gefährlich vor das Weidener Tor zu kommen.
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