Turbulenzen um eine Probe

Die Pfarrhaushälterin Theres Burgstaller (rechts) hatte geschworen, erst wieder zu reden, wenn sich der Pfarrer bei ihr entschuldigt. Die Pflegetochter Rosl sowie die Feuerwehrkameraden Korbe Eckmoser, Schorsch und Sepp Huber hätten nichts dagegen gehabt, wenn dies unterblieben wäre. Bild: mos

Turbulent wie eh und je geht es auch heuer auf der Theaterbühne der Kolpingfamilie zu. Dieses Mal stehen der heilige Korbinian und die falsche Braut im Blickpunkt. Beste Unterhaltung ist garantiert.

Im Markt werden seit vergangenem Freitag wieder die Bretter, die die Welt bedeuten, bespielt. Wie alle Jahre im November führt die Theatergruppe der Kolpingsfamilie im Pfarrheim einen Dreiakter auf. Beim Stück "Der heilige Korbinian und die falsche Braut" handelt sich um ein Lustspiel in drei Akten von Sonja Beer, für das die Theaterfreunde seit August probten.

Turbulente Proben

Bereits bei der Begrüßung durch Sepp Glöckl macht ihm Michaela Meier augenzwinkernd gleich einen Strich durch die Rechnung. Er solle doch nicht gleich zu Anfang den Inhalt des gesamten Stückes erzählen, denn sonst könnten die Theaterbesucher ja die Süßigkeiten und Wurstsemmeln, die in der Theaterpause verkauft werden, zu Hause auf der Couch genießen. Nachdem er von der Bühne "abgeschoben" ist, beginnt der Dreiakter.

Korbe und Schorsch sind in einer unangenehmen Situation: In der Feuerwehrversammlung haben sie im Rausch mit dem Bauern Sepp Huber, gewettet, beim anstehenden Feuerwehrball zu Ehren des heiligen Korbinian eine außergewöhnliche Einlage zum Besten zu geben.

Dabei legte der Sepp Huber schriftlich fest, dass ein Tanz vom Vorstand die größte Attraktion wäre. Die wohl oder übel anstehenden Proben dafür bergen jedoch nicht nur einige technische Probleme, sondern sorgen auch bei der Familie für turbulente Verwirrungen. Dass es in diesem Stück auch um Machtkämpfe zwischen Mann und Frau geht, versteht sich von selbst. Die Pfarrhaushälterin Theres Burgstaller bezeichnet sich selbst als Amtsperson. Die Männer geben ihr den Titel "Amtsdorfratschn". Im dritten Akt strebt das Geschehen dann dem Höhepunkt zu.

Mit Szenenapplaus und rhythmischem Klatschen zur Tanzmusik zollen die Zuschauer den Darstellern Anerkennung. Alle sieben Vorstellungen sind bereits ausverkauft, so dass sich die Brucker Theaterfreunde, die keine Karten mehr erhalten haben, bis zum nächsten Jahr gedulden müssen.
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