Über den "WAAhnsinn" hinterm Bauzaun
Schule

Eigene Erlebnisse ließ Friedrich Brandl in sein Buch "Wieder am Bauzaun" einfließen, aus dem er den Wirtschaftsschülern vorlas. Bild: rn
Eschenbach. (rn) Wackersdorf und die WAA (Wiederaufbereitungsanlage) ließen grüßen. Friedrich Brandl machte auf seiner Lesereise Station an der Wirtschaftsschule. Auf Wunsch der Jugendlichen las der gebürtige Amberger aus seinem Werk "Wieder am Bauzaun. Eine Geschichte von Tränengas und Zärtlichkeit".

Zu seiner Vita - Abbruch der Schule, Kaufmannsausbildung, Gründung einer Band, nachgeholtes Abitur und Studium - gehörte auch das Bekenntnis, dass dem Geschehen um die Hauptpersonen im vorgestellten Werk eigene Erlebnisse zugrunde liegen. In einem "Vorspann" verstand es der Hauptschullehrer, die Zeit der Kindheit von gestern und heute zu vergleichen. Er kam zu dem Schluss: "Es war anders."

Brandl berichtete von ernsten Gedichten im Mundart, mit denen er vor 30 Jahren das Schreiben begonnen hatte. Eine Wendung sei mit dem angehenden Bau der Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf eingetreten. Er sprach die damaligen massiven Proteste an, die er zu Inhalten seiner Texte machte.

In seinem 2010 veröffentlichten Buch "Wieder am Bauzaun" erleben zwei Jugendliche in den 1980er Jahren den Widerstand gegen das geplante Atomprojekt WAA Wackersdorf. Es geht dabei um gewaltfreien Widerstand, Engagement, die gesellschaftliche Situation dieser Jahre und die Aufarbeitung der historischen Ereignisse. Eingebunden ist die Liebesgeschichte zwischen Lena und Christian von einst, deren Familienleben von heute und die Katastrophe von Tschernobyl. Bei dieser erinnert sich Lena an die WAA und spricht mit den Kindern über diese Zeit. Erinnerungen werden wach an "WAAhnsinn"-Veranstaltungen und ein Rockfestival.

Der Lesung des Kulturpreisträgers 2013 des Bezirks Oberpfalz im Bereich Literatur schlossen sich ein themenbezogenes Gespräch und Fragen der Schüler an den Autor an.
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