Über die Rampe in den Friedhof

Der Eingangsbereich am Friedhof vor der Kirche ist alles andere als behindertengerecht und schön. Besonders die Treppenstufen sind für ältere Bürger "Stolperfallen". Das soll sich im nächsten Jahr ändern. Bild: swt

Die Bürger der Bergstadt scheinen zufrieden zu sein mit der Arbeit im Rathaus. Die Resonanz auf die diesjährige Bürgerversammlung war nämlich mehr als dürftig. Dabei gab es einige Punkte zu besprechen, die viele Leute betreffen.

Nur wenige kamen in den Ruder-Saal, in dem Bürgermeister Joachim Neuß einen allgemeinen Überblick über die Lage der Stadt in finanzieller und planerischer Hinsicht gab.

Für ältere Bürger

Ein Bauprojekt 2015 dürfte vor allem die älteren Menschen freuen: Endlich wird der Haupteingang zum Friedhof barrierefrei. Das gesamte Areal wird neu angelegt und um einen Rampenweg erweitert. Dieser führt im Halbrund auf den Vorplatz der Friedhofskirche und ist mit einem Stahlgeländer versehen. Leuchten und neue Bepflanzungen ergänzen das Ensemble. Landschaftsarchitektin Ursula Barth aus Ohrenbach machte die Planung.

Wohnmobil-Stellplätze

"Das Halbrund ist notwendig, da das Gefälle einer Rampe nicht mehr als sechs Prozent betragen darf", erklärte der Rathauschef. Die Rampe werde ein erster Schritt in Richtung Generalsanierung des Friedhofs sein. Diese ist ebenfalls angedacht, soll aber erst im nächsten Jahr ausführlich geplant werden.

Vor der Verwirklichung steht auch der Wohnmobilstellplatz, seit langem von Stadtrat und Verwaltung gewünscht. Acht Stellplätze mit moderner Ausstattung sollen entstehen. Den Standort gab Neuß allerdings nicht bekannt, da die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer noch nicht abgeschlossen sind.

Weitergehen wird es mit der Dorferneuerung Gunzendorf. Dort wurde ja heuer bereits der Dorfplatz gelungen saniert, jetzt fehlt noch das neue Bushäuschen mit einem angemessenen Areal. Auf der Agenda steht zusätzlich das Projekt "Bodenständig" in Hagenohe, bei dem seit April "auf Hochtouren" mit Anwohnern und Landwirten geplant und besprochen wird (wir berichteten). Wenn der Haushalt es zulässt, ist weiterer Umbau im Rathaus geplant, dort soll endlich ein Aufzug installiert werden.

Dringend nötig ist die Sanierung der Michelfelder Straße vom Kellerberg in Richtung Stadtweiher, ebenso der Gemeindeverbindungsstraße Gunzendorf nach Penzenreuth. Zügig voran geht es mit dem Radweg zwischen Nasnitz und Weidlwang. Dort ist die Staatsstraße für den Verkehr gesperrt, die Bagger graben schnell, und bereits am 15. Dezember soll der Verkehr wieder freigegeben werden, heißt es aus dem Staatlichen Bauamt. Damit wird für die Nasnitzer ein langgehegter Wunsch endlich Wirklichkeit.

Kurvige Straße

Die kurvenreiche Trassenführung am Beginn des Radweges ist einer tiefen Felsnase geschuldet, "die umgangen werden musste", erklärte Neuß. Sonst hätte man sechs Meter hoch und fünf Meter breit Fels abtragen müssen. "Die Radwegsführung ist mit den Naturschutzbehörden abgesprochen. Im Anschluss daran soll ein weiteres Teilstück in Zusammenarbeit mit der Stadt Pegnitz gebaut werden, so dass letztendlich ein Radweg von Auerbach in die fränkische Nachbarstadt möglich ist".
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