Überall mindestens 16 Megabits

Zwei ansehnliche Listen hatte Rathauschef Werner Nickl in die Bürgerversammlung mitgebracht. Auf einer standen die bereits erledigten oder laufenden Maßnahmen, auf der anderen die Projekte für das kommende Jahr.

Kemnath. (stg) Mit Blick auf 2015 sprach Bürgermeister Werner Nickl im Kormannsaal vor allem den Breitbandausbau an. "Für das Land ist besonders die DSL-Versorgung wichtig." Ziel sei es, alle Ortsteile mit Bandbreiten zwischen 16 und 30 Megabits pro Sekunde zu versorgen. Das Stadtoberhaupt monierte aber, dass sich früher der Staat um diese Aspekte der Grundversorgung gekümmert habe. Nun werden die Lasten und die Verantwortung bei den Kommunen abgelagert.

Weitere Maßnahmen neben den Großprojekten Friedhof, Dietl-Anwesen und Brauhausgelände seien der erste Schritt der Rathaus-Sanierung, der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Kemnath nach Löschwitz und erneute Planungen für den Radweg-Lückenschluss zwischen Oberndorf und Wirbenz.

Schlaglichtartig beleuchtete Nickl die bisherigen Investitionen. Hier nannte er die Fertigstellung des Anbaus des Feuerwehrgerätehauses in Waldeck, das Ägidius-Kapellen-Projekt am Waldecker Schlossberg, Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Zwergau und dem Hochbehälter, Abbruch und Lastenbeseitigung auf dem ehemaligen Brauhausgelände sowie Abbruch der alten Winterschule an der Schulstraße. Nicht fehlen durften die Maßnahmen am ehemaligen Dietl-Anwesen sowie die Neukonzeption für den Friedhof und die neue Aussegnungshalle. Viele der dargestellten Projekte unterlegte der Bürgermeister mit entsprechenden Fotos und Plänen.

In seinem Rückblick streifte er den Kemnather Bauernmarkt, das Open-Air auf dem Stadtplatz, das Wiesenfest, den Auftritt des SVEA-Orchesters und das Theater auf der Burg Waldeck. Abschließend dankte der Bürgermeister allen Beteiligten, die im vergangenen Jahr zum Wohl der Kommune beigetragen haben.

"WC" hinter Friedenskirche

In der von zweitem Bürgermeister Hermann Schraml geleiteten Diskussion meinte Angelika Wachenbrunner, dass einige Erwachsene offensichtlich der Ansicht seien, dass sich unmittelbar hinter der Friedenskirche ein öffentliches WC befinde und dort ihre "Haufen" hinterlassen: "Das macht mich fassungslos." Darüber hinaus sei beispielsweise das Hagegassl nach wie vor der "Hundekloweg".

Bürgermeister Werner Nickl erläuterte, dass es mit den Hundehaufen seit dem Aufstellen der Hunde-WCs schon besser geworden sei, aber sicherlich noch Verbesserungspotential bestehe. Die Situation an der Friedenskirche werde sich ändern, wenn die neue Aussegnungshalle mit WC fertig sei, versicherte Nickl.

Hans Brunner monierte, dass in Eisersdorf zu schnell gefahren werde. Man sollte sich Gedanken über Temporeduzierungs-Maßnahmen machen. Ähnliches berichteten Zuhörern aus Schönreuth über die B 22. Vor allem Kinder seien beim Überqueren der Straße gefährdet. Laut Paul Völkl fehlt in der Röntgenstraße nach wie vor ein Teil Bürgersteig. Kritik gab es an der Internetseite der Stadt Kemnath. Diese habe als "Visitenkarte in die Welt" nicht immer das beste Erscheinungsbild.
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